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Idarbachtal

Die Evangelische Kirchengemeinde Idarbachtal ist mit der Fusion der Kirchengemeinden Idar und Kirschweiler enstanden.Sie umfasst die Idar-Obersteiner Stadtteile Idar, Tiefenstein, Algenrodt und Enzweiler sowie die Ortschaften Mackenrodt, Hettenrodt, Vollmersbach und Kirschweiler. Die Evangelische Militärseelsorge ist ihr angeschlossen. 

Wofür wir stehen, haben wir in unserem Leitbild mit den Worten von Zinzendorf überschrieben:

„Gemeinde, wie viel hast du noch, die nicht in Jesu leben
und die sich in sein sanftes Joch ergeben?

Kommt alle, kommt so wie ihr seid,
kein einziges ausgenommen! Ihr könnt Vergebung, Fried und Freud
von ihm geschenkt bekommen.“


Andachten für Zuhause

Aufgrund der Corona-Pandemie können bis auf weiteres auch in unserer Gemeinde keine Gottesdienste und Gruppensitzungen mehr stattfinden. Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer sind aber weiterhin für Sie da. Zögern Sie nicht und rufen uns an. Wenn Sie jemanden zum Reden brauchen. Wenn Sie Fragen haben. Auch wenn Sie eine Idee haben, wir wir gemeinsam diese Krise meistern können. Unsere Pfarrer haben immer ein offenes Ohr für Sie.

In den kommenden Tagen finden Sie hier Angebote unserer Gemeinde - wie wir trotz Kontakt- und Veranstaltungsverbots eine Gemeinde sein können. In der rechten Spalte unter "Kontakt" finden Sie so zum Beispiel unsere Andachten zum herunterladen und Ausdrucken. Wir laden Sie ein, nutzen Sie das Angebot.

Ihr Lieben,

das Kirchenjahr schreitet voran

Die Passionszeit – die Leidenszeit begehen wir bereits in der 7. Woche.

Wir befinden uns in der Karwoche – Gründonnerstag - Karfreitag ist nur noch ein Steinwurf entfernt.

Gründonnerstag – grün – dieses Wort bezeichnet nicht eine Farbe – auch wenn an diesen Tag häufig grüne Soße mit Pellkartoffeln oder ein Spinatgericht auf dem Mittagstisch stehen.

Die Bezeichnung kommt aus dem Mittelhochdeutschen

„greie“ = schreien.

 

Also Schrei-Donnerstag.

Der Tag an dem Jesus gefoltert wurde.

Wir befinden uns auf der Zielgeraden der Passionszeit – der Leidenszeit.

Und das nach innen wie nach außen.

So erlebt, wie zurzeit, haben wir die Karwoche und eine geraume Zeit der vorangegangenen Passionszeit wohl noch nie.

Die Wirtschaft und alles um uns herum, runtergefahren – manch einer eingesperrt in seinen eigenen 4 Wänden – Gefahr für Leib und Leben – diffuse Angst vor dem was kommen könnte oder kommt.

Covid 19 schreibt seine ganz eigene Passionsgeschichte in dieser Zeit – auch in der Karwoche.

Diese Woche ist überschrieben mit einem Satz aus dem Johannesevangelium:

 

„Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“

                                               Joh 3,14f

 

„Jeder trägt sein eigenes Kreuz“ – ein Satz der in dieser Zeit seine ganz eigene Schwere und Brisanz bekommt.

 

Und dabei sind wir hier in unserer Region noch recht behütet – und wir hoffen, dass das so bleibt.

 

Und doch schnellen die Zahlen der Kreuze immer noch in die Höhe bei uns – aber auch weltweit.

 

Und jedes einzelne zu beklagende Kreuz bleibt behaftet mit einer schweren Dramatik.

 

„Der Menschensohn muss erhöht werden …“,

 

so heißt es in dem Vers für diese Woche.

 

„muss erhöht werden ...“

 

Dieses Wort hat zwei Dimensionen.

 

Erhöhen zu Macht und Ruhm – und auf der anderen Seite - ein Erhöhen im Sinne von hoch aufgehängt werden am Kreuz.

 

Wir können uns das Verhältnis dieser beiden Aspekte nicht paradox genug vorstellen.

 

Da sind die da Oben – die Mächtigen in Politik und Wirtschaft aber auch im profanen Miteinander – Menschen die ihre Macht gebrauchen oder auch missbrauchen.

 

So auch im Zusammenhang mit Jesu Tod.

 

Jesus – nach damals geltendem römischen Recht verurteilt zum Tode - und gerechtet – und dann erhöht am Kreuz.

 

Dass im Hintergrund Ränke geschmiedet wurden – das Recht gebeugt und missbraucht wurde – davon sprechen die Schrift und die kirchliche Tradition.

 

Und sie macht deutlich – die Macht der Welt ist vergänglich – unabhängig von Name und Rang.

 

Jesu aber ist erhöht für immer.

 

Erhöht, aber auf eine seltsame Weise – schließlich ist sein Podium das Kreuz.

 

Und in dieser Erhöhung entlarvt Gottes Liebe alle Kräfte einer kranken Welt.

 

Denn oft wird der Kampf um Erhöhung in unserer allzu weltlichen Welt auf Kosten anderer geführt.

 

Am Kreuz entlarvt der Gekreuzigte die wahre Natur solcher Machtansprüche.

 

Und bei alle dem war und bleibt das Kreuz anstößig!

 

Ein zerbrochener Mensch am Kreuz – tot geschunden als Vollender göttlichen Willens – als Heil der Welt.

 

Was für eine Zumutung!

 

Aber was bleibt vom christlichen Glauben, wenn dies ausgespart wird.

 

Das können wir gerade in dieser Zeit merken, in der Menschen sich durch Corvid 19 sehr stark auf sich selbst zurückgeworfen fühlen.

 

 

In dieser Zeit, in der vieles nichts mehr gilt – aber der Mensch - und was er tut und vor allem was er nicht tut.

 

Indem er mit Liebe Respekt und Achtung Abstand hält um zu schützen – oder für seinen Nachbarn einkauft oder Masken näht für Menschen im ambulanten Dienst …

 

In dieser Corvid 19 - Enge erkennen wir vielleicht noch einmal neu wie wir gedacht sind – und wofür Jesus für uns ans Kreuz gegangen ist.

 

Auf ihn können wir unser ganzes Vertrauen setzen.

 

Wohlwissend, dass mit seiner Erhöhung auch die unsrige bereits beschlossen ist.

 

Alle, die an ihn glauben werden das ewige Leben haben.

 

Das ist uns durch ihn zugesagt.

 

Das ist unverlierbar.

 

Amen

 

Pfarrer Daniel Witting

Liebe Schwestern und Brüder,

Sie alle wissen, dass wir in diesen Tagen und Wochen keine Gottesdienste oder Messen feiern können.

Das betrifft sowohl die evangelischen Gemeinden, wie auch die katholischen. Und gerade in der Karwoche, die mit dem Palmsonntag, dem Einzug Jesu in Jerusalem, beginnt und am Karfreitag, dem Tag der Kreuzigung Jesu, ihren Höhepunkt findet, ist der Verzicht auf die Gemeinschaft, die wir in Liturgie, Wortverkündigung und Sakrament finden, besonders schwer.

Viele Menschen dürfen oder können nicht mehr arbeiten; und auch die Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie der übrigen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich sehr stark gewandelt. Es sind andere Formen, in denen wir den Menschen nahe zu sein versuchen.

Ein Beispiel ist diese kleine Verkündigung, die zu jedem Sonntag unter anderem in den Schaukästen unserer Gemeinden aushängt.

Ein weiteres Beispiel wird die Beilage zum Osterfest sein, die von der Evangelischen Kirche im Rheinland in hoher Stückzahl an Gründonnerstag den überregionalen Tageszeitungen in ihrem Gebiet mitgegeben werden wird.

Verbunden sind wir auch beim Läuten der Glocken der katholischen und evangelischen Kirchen, die jeden Abend um 19.30 Uhr erklingen und zum Gebet, sowie zum Herausstellen einer entzündeten Kerze einladen.

All das macht Mut, all das stärkt unsere Gemeinschaft…

In diesen Tagen ist mir in der Wochenzeitschrift ZEIT eine Reportage über den Weg gelaufen, die bei aller Traurigkeit doch auch Mut und Zuversicht schafft.

Ein Arzt im Zentrum der Corona-Krise in Oberitalien schreibt, dass er bis vor wenigen Wochen Atheist war; er habe immer darüber gelächelt, dass seine Eltern zur Kirche gingen.

Dann berichtet er weiter von einem alten Priester, dem es nicht gut ging, der sich aber zu den Sterbenden setzte, ihnen die Hand hielt und mit Worten der Bibel und sicher auch mit eigenen Trost spendete.

Am Ende ist der alte Pfarrer gestorben. Aber nun betet er, dieser Arzt. Er bittet den Herrn um genügend Kraft für seinen täglichen Dienst. Und er sagt, dass er froh ist, wieder zu Gott gekommen zu sein – in diesem Leid.

Wir gehen in die Karwoche hinein. Als Christinnen und Christen vertrauen wir darauf, dass Gott in Jesus Christus in die Welt gekommen ist, um uns Menschen gerade in Not und Tod nahe zu sein.

Sein Leiden und sein Sterben zeigen uns: unser Gott ist kein Gott, der mit einem Fingerschnipsen alles zum Guten wendet, der auf irgendeinen Reset-Knopf drückt. Aber er ist auch kein ferner Gott, den unser Leiden nicht interessiert.

Er ist an unserer Seite – nicht nur in der Karwoche, nicht nur in Zeiten von Corona, sondern Tag für Tag.

 

Es grüßt Sie,

Ihr

Pfarrer Arndt Fastenrath

Seit ich diese Zeilen geschrieben habe, kann sich die Lage schon wieder ge­ändert haben: Es sind außergewöhnliche Zeiten, in denen wir uns gerade be­finden. Unsicherheit und Ratlosigkeit machen sich breit, vielleicht auch Angst. Angst vor dem Unbekannten, wie wir damit umgehen sollen. Herausforderun­gen, vor die wir gestellt sind und nicht wirklich wissen, wie wir ihnen begeg­nen können. Aber Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber. Der Schreiber des 2.Timotheus-Briefes, Kapitel 1, Vers 7, erinnert uns an etwas anderes: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Auch angesichts der momentanen Herausforderungen heißt es zu allererst: Ruhe bewahren und mit Augenmaß handeln. Ich bin der festen Überzeugung, dass Ämter und Behörden mit Bedacht und Weitsicht die richtigen Entscheidungen tref­fen und auch weiterhin treffen werden. Jeder Einzelne von uns kann Men­schen mit Liebe und Besonnenheit begegnen, wo immer es nötig ist. Die Kraft dazu haben wir, jeder nach seinem Maß, geschenkt von Gott.

In dieser Situation ist es für viele Menschen besonders schlimm, wenn sie sich nicht mit anderen treffen und austauschen können. Und sicher würde mancher gerade jetzt gerne in eine Kirche gehen, um dort zur Ruhe zu kom­men, vielleicht ein Gebet sprechen, eine Kerze anzünden oder gemeinsam Gottesdienst feiern. Aus aktuellem Anlass ist dies zur Zeit jedoch nicht möglich. Fernseh-Gottesdienste oder Radio-Andachten sind aber eine gute Alterna­tive. Und im Internet gibt es viele geistliche Impulse, tröstende Worte und gute Gedanken, auch auf der Seite unserer Landeskirche.

Wenn Sie selbst keinen unmittelbaren Zugang zum Internet haben, fragen Sie doch Ihre Kinder oder Freunde! Und – Ihre Pfarrerin/Ihr Pfarrer hat sicher immer ein offe­nes (Telefon-)Ohr für Ihre Anliegen.

Bleiben Sie gesund und von Gott behütet!

 

Pfarrer Rüdiger Kindermann

Jeden Abend, 19.30 Uhr: Kerze der Solidarität - Licht der Hoffnung

Die Kirchengemeinde Idarbachtal und ihre katholische Schwesterngemeinde laden dazu ein, jeden Tag um 19.30 Uhr eine Kerze ins Fenster zu stellen.

In Zeiten wie diesen sind es oft kleine Zeichen, die Menschen verbinden und die ermutigen. Deshalb haben die katholische Pfarreiengemeinschaft Idar-Rhaunen-Bundenbach und die evangelische Kirchengemeinde Idarbachtal in ökumenischer Verbundenheit vereinbart, in der Corona-Krise täglich um 19.30 Uhr für fünf Minuten die Glocken zu läuten. Gleichzeitig laden sie alle dazu ein, täglich um 19.30 Uhr eine Kerze anzuzünden, sie ins Fenster zu stellen und in einen Moment der Stille an die Erkrankten und Pflegenden zu denken und wenn möglich ein „Vater unser“ oder ein anderes Gebet zu sprechen.

Auf diese Weise kann jede und jeder bei sich zu Hause ein Zeichen der Ermutigung, der Solidarität und der Hoffnung setzen. Im wöchentlichen Wechsel werden dazu geistliche Impulse der Seelsorgerinnen und Seelsorger angeboten, die unter anderem in den Schaukästen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, den katholischen Kirchen, auf unserer Homepage und auf Facebook auf der Seite der Pfarreiengemeinschaft Idar-Rhaunen-Bundenbach veröffentlicht werden.


Kirche für dich: Einkaufsservice in Algenrodt

Ab sofort bietet die Kirchengemeinde Idarbachtal in Kooperation mit der IG Algenrodt den bereits angekündigten Einkaufsservice für ältere und mobil eingeschränkte Mitmenschen in Algenrodt an. Es haben sich einige Helferinnen und Helfer gefunden, die das Projekt tatkräftig unterstützen. Interessierte Einwohner aus Algenrodt wenden sich bitte an Pfarrer Rüdiger Kinder­mann oder eines der Vorstandsmitglie­der der IG Algenrodt.

Kontakt:

  • Rüdiger Kindermann, Telefon: 06781 - 44 336
  • Barbara Biegel, Telefon: 06781 - 43 606
  •  Horst Hotschicke, Telefon: 06781- 46520
  • J. Jahn, Telefon: 06781 -  66 50 533
  • M. Hochmuth, Telefon: 06781 - 45 250
  • S. Lorenz, Telefon 0170 - 24 3 5064.

Kontakt

Idarbachtal
Hohlstraße 67
55743 Idar-Oberstein

Mailkontakt

Pfarrer Rüdiger Kindermann
Tel.: 06781-44336

Pfarrer Daniel Witting
Tel.: 06781-42119

Pfarrer Arndt Fastenrath
Tel.: 06781-31577

Gemeindebüro

Nathalie Rickes
Tel.: 06781-4587315

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