„Jesus Christus spricht:
‚Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.‘“
(Johannes 10,10)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Mit diesem Satz Jesu aus dem Johannesevangelium grüße ich Sie zu Beginn der Sommerausgabe unseres Gemeindebriefs facettenreich.
Ich gebe zu, das ist ein etwas förmlicher Einstieg in eine Andacht. Das hat aber auch seinen Grund.
Nur so viel: Es wird voraussichtlich mein letzter Beitrag in diesem Gemeindebrief sein, da ich nach 34 Jahren in der Edelsteingemeinde und den Vorgängergemeinden Idar, Kirschweiler und Idarbachtal innerhalb unseres Kirchenkreises Obere Nahe die Pfarrstelle wechsele und zum 1. Juli die 3. Pfarrstelle der Ev. Kirchengemeinde Saar-Westrich-Nahe übernehmen werde.
So nutze ich die Gelegenheit, mich schon einmal auf diesem Wege von Ihnen zu verabschieden und mich für die gute gemeinsame Zeit zu bedanken. Natürlich wird es auch noch einen Abschiedsgottesdienst geben, doch davon an anderer Stelle mehr.
Doch jetzt genug dazu, denn ein Andachtstext soll ja nicht vom Pfarrer reden, sondern vom Herrn unserer Kirche, dessen Diener oder Dienerin wir ja alle sein sollen.
Ja, Christus ist es, dem wir alle unsere menschlichen Stimmen zu leihen haben, um zu bekennen, dass in Wahrheit er es ist, der gekommen ist, damit wir alle das Leben haben – und es in Fülle haben.
Ein Leben, das sich nicht an Kontoständen, Erfolg im Beruf, ungetrübter Gesundheit und noch nicht einmal in erster Linie an unseren zwischenmenschlichen Beziehungen bemisst, so wichtig die auch sein mögen.
Die wirkliche Fülle unseres Lebens zeigt sich an unserem Verhältnis zu Christus, der sicher möchte, dass es uns in unserem irdischen Leben gut geht, der aber im Tiefsten in die Welt gekommen, gestorben und auferstanden ist, damit wir Anteil an dem Leben haben, das uns auf Erden und im Himmel die ewige Gottesgemeinschaft schenkt.
Dafür haben wir einzustehen, dafür haben wir Zeugnis abzulegen, voller Freude.
Und zwar egal, ob wir als Pfarrperson oder in anderer Weise als Haupt- oder Ehrenamtlicher oder als ganz normales Gemeindeglied unterwegs sind.
Und ebenso gleichgültig, im wahrsten Sinne des Wortes also gleich gültig, wo unser Zeugnis für Christus abgelegt wird, ob in dieser oder jener christlichen Gemeinde.
Christus allein ist der, der uns das Leben schenkt, unvergänglich, in Ewigkeit.
Ihm, der diese Fülle des Lebens schenkt, danken wir.
So bitte ich Gott um seinen Segen für Sie alle!
Ihr Pfarrer Arndt Fastenrath
