Turbulente Zeiten – Verunsicherung in vielen Bereichen. Die Welt ist aus den Fugen geraten, so scheint es. Wieder einmal. Am 8. Mai jährt sich das Ende des 2. Weltkriegs zum 80. Mal. Deutschland wurde von der Nazi-Diktatur befreit - und heute? Ohne Not rennen wieder viele Menschen „Heilsversprechern“ hinterher, die, wenn man genau hinschaut, Zerstörerisches im Sinn haben.
Am 1. Mai hat der Deutsche evangelische Kirchentag begonnen unter dem Motto: „mutig, stark, beherzt“. Ich finde, angesichts der Weltlage sollte der Anfang des Bibelverses aus dem 1. Brief an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 16, Vers 13 einbezogen werden: „Seid wachsam“. In einer Welt, in der Tatsachen verdreht, Drohungen alltäglich und Ansprüche auf fremde Territorien inszeniert werden, sollten wir vor allem wachsam sein! Wer wachsam ist, der lässt sich nicht hinters Licht führen oder verängstigen von Ränkespielen und Drohungen.
Nüchtern erkennt er oder sie die Lage und bezieht beherzt Stellung, im Vertrauen auf Gottes ewige Weisheit, die das Leben sucht und nicht den Tod. Es kommt auf jeden einzelnen Menschen an – auf dich und auf mich. Vertrauensvoll sollten wir das uns Mögliche tun, damit wir und alle anderen Menschen in Freiheit leben können - mutig, stark und beherzt.
Superintendentin Jutta Walber
