In Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Birkenfeld und mit Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wurde ein starkes Zeichen für Erinnerung, Demokratie und Zivilcourage gesetzt.
Unterstützt wurde die Veranstaltung zudem von langjährigen Kooperationspartnern aus dem Stadtjugendamt Idar-Oberstein, vertreten durch Sabine Moser und Sebastian Herzig.
Gezeigt wurde das bewegende Theaterstück „Über das Leben – meine Geburtstage mit dem Führer“.
Inhaltlich nimmt das Stück die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Zeitreise von der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Grundlage des Stückes sind vor allem Zeitzeugenberichte, die die schrittweisen Veränderungen des Alltagslebens unter dem NS-Regime eindrucksvoll nachvollziehbar machen.
Im Mittelpunkt steht das Leben der kleinen Annie, deren Kindheit und Jugend von Jahr zu Jahr stärker durch die Ideologie, die Repressionen und die Gewalt des Nationalsozialismus geprägt werden. Was zunächst beinahe unmerklich beginnt, entwickelt sich zu einem beklemmenden Bild von Ausgrenzung, Angst und Anpassungsdruck – und macht so Geschichte emotional erfahrbar.
Mehr als 250 Jugendliche besuchten die beiden Aufführungen. Im Anschluss an jede Vorstellung bestand die Möglichkeit, mit dem Ensemble ins Gespräch zu kommen – ein Angebot, das intensiv genutzt wurde. Die Rückmeldungen der Jugendlichen zeigten, wie tief das Theatererlebnis wirkte.
O-Töne aus den Nachgesprächen lauteten unter anderem:
„Ich hatte vergessen, dass ich Zuschauer bin – ich dachte, ich sei dabei.“
oder
„Ich hatte Gänsehaut und ein richtig beklemmendes Gefühl. Das hat mich total mitgerissen.“
Gerade diese unmittelbare emotionale Wirkung macht das Theaterprojekt zu einem wichtigen Baustein historisch-politischer Bildungsarbeit. Es ermöglicht jungen Menschen, Geschichte nicht nur zu hören oder zu lesen, sondern sie zu fühlen – und daraus Verantwortung für die Gegenwart zu entwickeln.
Die große Resonanz und das Engagement aller Beteiligten zeigen: Erinnerungsarbeit bleibt notwendig und wirksam. Ausa diesem Grund ist die nächste Aufführung für 2026 bereits geplant.





