Momente – unser Leben besteht aus Momenten. Momente der Begeisterung - wie in diesen Tagen der Fußballeuropameisterschaft; Momente des Schreckens wie den Terrorakt der Hamas am 7. Oktober 2023 oder auch Momente des Glücks – unvermittelt eine herrliche Aussicht auf ein Getreidefeld mit Mohn, Kornblumen und Kamille oder bei der Autofahrt nach der Kurve eine lächelnd grüßenden Reiterin beim Morgenritt zu begegnen. Momente – Augenblicke, sie prägen unser Leben - im Positiven wie im Negativen. Wir können sie nicht festhalten, auch wenn wir es uns manchmal wünschen. Wir können sie nicht ungeschehen machen, selbst wenn wir uns noch so schmerzlich danach sehnen.
Unaufhaltsam schreitet die Zeit voran. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen im Augenblick zu leben. Auch wenn wir planen und terminieren über den Tag hinaus. Immer häufiger denke ich, wenn ich weit in die Zukunft hinein Verabredungen treffe und Pläne schmiede: „... so Gott will und wir leben!“ Ganz in diesem Sinne steht im Buch der Sprüche in der Bibel: „Rühme dich nicht des morgigen Tages; denn du weißt nicht, was der Tag bringt.“ Diese Worte konfrontieren uns mit der Unverfügbarkeit und der Endlichkeit unseres Lebens und können uns dazu helfen, nicht alles selbstverständlich zu nehmen, sondern jeden Augenblick bewusst zu erleben. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende mit vielen unvergesslichen Momenten.
Ihre Jutta Walber, Superintendentin Kirchenkreis Obere Nahe
