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An(ge)dacht: Schaue ich hinauf zum Himmel...

Beim Blick in die Unendlichkeit der Sterne fragt sich unsere Autorin Jennifer Breuer, wo in dieser Unendlichkeit Platz ist für den einzelnen Menschen. Und sie findet diesen Platz: bei Gott.

Schaue ich hinauf zum Himmel,

staune ich über das Werk deiner Finger.

Betrachte ich den Mond und die Sterne,

die du dort oben befestigt hast, so frage ich:

Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?

Wie wertvoll ist das Menschenkind, dass du dich um es kümmerst? (PSALM 8)

Ich betrachte die Wunder der Natur: das Lichtermeer am Himmel bei Nacht, die unendliche Weite des Weltalls. Myriaden an Sternen funkeln über mir. Sie scheinen keinen Anfang und kein Ende zu haben. Ich stehe im Schatten eines Baumes: Hunderte Jahre ist er alt, Schicht um Schicht ist sein Stamm gewachsen, knorrige Rinde schützt ihn vor Wettereinflüssen. Ich schaue in seine Krone: Wie sich seine Äste verzweigen, Millionen einzelne Blätter spenden mir Schatten und filtern die Luft. Ich betrachte diese Wunder und denke: 

Was ist der Mensch schon im Vergleich zu dieser Weite, dieser Größe, diesem Alter?

Wie begrenzt ist sein Leben? Wie zerbrechlich und gefährdet? Immer wieder zeigt sich mir, wie schnell es vergehen kann. 

Und dennoch ist er in Gottes Augen so wertvoll, dass Gott gerade ihm seine Aufmerksamkeit widmet, seine Fürsorge. Was dem Menschen geschieht, geht Gott zu Herzen. Er nimmt Anteil an seinem Leben. Vor allen Taten und Leistungen zeichnet er ihn aus mit Würde.

Kaum geringer als Gott – so hast du den Menschen geschaffen.

Du schmückst ihn mit einer Krone – sie verleiht ihm Herrlichkeit und Würde. (PSALM 8)

Von allen Geschöpfen ist der Mensch das einzige, das zum Bild Gottes geschaffen wurde – ob männlich oder weiblich, arm oder reich, jung oder alt, gesund oder krank. In jedem Angesicht erblicke ich etwas von Gott, von seiner Herrlichkeit und Würde. Gott hat den Menschen gekrönt, zu seinem Repräsentanten gemacht - ein Königskind!

Was ist der Mensch? So schwach auf der einen Seite und so mächtig auf der anderen! 

HERR, unser Herrscher,

wie machtvoll klingt dein Name auf der ganzen Erde! (PSALM 8)

Gottes Friede und Segen sei bei Euch! Amen.

Pfarrerin Jennifer Breuer, Ev. Hoffnungsgemeinde Nahe-Hochwald