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Nachrichtenarchiv

An(ge)dacht: Der Herbst zieht ins Land

Der Herbst zieht ins Land. Die Tage werden wieder merklich kürzer, die Nächte frisch. Die Blätter färben sich schon bunt. Eine schöne Stimmung macht sich breit.

Nach den heißen Tagen des Sommers, stellt sich ein ganz neues Lebensgefühl ein. Deshalb mag ich den Herbst.
Wenn sie unseren neuen Gemeindebrief lesen, dann blicken wir schon auf das Ende und den Neubeginn des Kirchenjahres. Volkstrauertag und Totensonntag schließen diese Zeitspanne ab. Advent und Weihnachten sind nicht mehr weit. Wir richten unsere Herzen und Gedanken auf die nächsten Wochen und Monate aus. Manch einer ist schon dabei, die Weihnachtsgeschenke zusammenzutragen.
„Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.“
So schreibt es Paulus in einem Brief an die Gemeinde in Thessaloniki. Er hat eine enge Beziehung zu den Menschen in dieser noch jungen Gemeinde. Paulus möchte ihren Glauben stärken. Er möchte sie ermutigen und darin bestärken, ihren Glauben nicht aufzugeben. Sondern ihr Herz auszurichten auf die Liebe Gottes. Auch wenn die Zeiten hart sind und der Gegenwind stark ist. Gleichzeitig ist Paulus auch fasziniert von der großen Erwartung und Sehnsucht, die in den jungen Christinnen und Christen brennt – die Hoffnung, dass Christus bald wiederkommt und seine Gottesherrschaft aufrichtet.
Auch heute ist es wichtig, uns immer wieder daran zu erinnern, dass Gott seine Menschen und diese Welt nicht einem ungewissen Schicksal überlässt. Sondern, dass Gott auf unserer Seite steht und uns seine Liebe schenkt. „Habt keine Angst!” So ruft er uns zu. Wir brauchen diese Ermutigung.
Sichtbar und fühlbar wird das für mich immer wieder im Blick auf Weihnachten. Alle Jahre wieder kommt das kleine „Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus…“
Auch in uns ist diese Sehnsucht nach Gott. Nach Geborgenheit und Liebe. Sie treibt uns an, nicht aufzugeben. Auch wenn die Zeiten nicht einfach sind.
Alle Jahre wieder... ist dies für mich die Einladung, den Weg von Maria und Josef mitzugehen und mich anschubsen zu lassen. Ich will mich erinnern lassen an Gott, der immer wieder geboren wird, dir Mensch zugute.
So genieße ich diese Zeit. Beim Gesang der vertrauten Lieder, dem Orgelspiel und beim Licht der Kerzen, die es in mir hell machen und mir Hoffnung schenken. Und ich freue mich auf das neue Jahr, das unter der schönen Losung steht: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit mit viel Hoffnung und Vertrauen im Herzen und dass Gott auch in ihrem Leben zur Welt kommt.
 

Ihr Pfarrer Günther Wild