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Mit Schiffchen gegen das Vergessen

Im Gedenken an die 1.319 im Mittelmeer Ertrunkenen ruft die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Saar dazu auf, aus Zeitungspapier Schiffe zu falten.

Saarbrücken. 1.319 Menschen fanden nach Angaben der UNO Flüchtlingshilfe im Jahr 2019 den Tod beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten. Im Gedenken an die Verstorbenen und aus Solidarität mit den Seenotrettern ruft die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Saar (aej saar) dazu auf, aus Zeitungspapier Schiffe zu falten. Die Schiffe stehen für die Menschen, die im vergangenen Jahr im Mittelmeer ihr Leben verloren haben und die durch ein Schiff hätten gerettet werden können.

Die „Sea-Watch 4“, ein Rettungsschiff, das von dem Bündnis „united4rescue“ finanziert wird, deren Bündnispartner die aej saar ist, hat gerade ihren ersten Einsatz im Mittelmeer erfolgreich abgeschlossen. Am Freitagnachmittag, 18. September, um 15 Uhr werden die gesammelten Schiffe auf dem Ludwigsplatz ausgebreitet und so der Platz in ein symbolisches „Meer“ verwandelt. Im Anschluss findet ein kurzes Gedenken statt. Alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Seenotrettung sind dazu eingeladen, sich zu beteiligen. Die fertig gefalteten Papierschiffchen können in der Woche von Sonntag, 13., bis Freitag, 18. September, in eine Box auf dem Ludwigsplatz vor der Saarbrücker Ludwigskirche geworfen werden. Darüber hinaus ist es möglich, die Schiffe in der Geschäftsstelle der aej saar, Waldstraße 50, in Saarbrücken-Malstatt abzugeben oder per Post zu senden.

Dort gibt es auch nähere Information zur Aktion: Tel. 0681-41 620274, Mail: info@aej-saar.de.
Eine Faltanleitung steht auf www.aej-saar.de zum Download zur Verfügung.

Hintergrund

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Saar (aej saar) ist der Dachverband der evangelischen Jugend im Saarland. Die aej saar nimmt die jugendpolitische Vertretung der evangelischen Jugendlichen im Saarland wahr.

„united4rescue“ wurde im Dezember 2019 gegründet und versammelt rund 450 Institutionen, Vereine, Unternehmen und Initiativen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Anfang 2020 hat das Bündnis ein Schiff erworben und der Organisation Sea-Watch zur Verfügung gestellt, um die zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu stärken. Seit August ist das Schiff auf seiner ersten Mission unterwegs.
 

Die ersten Schiffchen sind schon bei der aej sa ar eingegangen. Bis zum 18. September sollen es mindestens 1.319 Stück werden, Bildnachweis: aej saar