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Evangelische Kirche im Rheinland wählt im Januar Kirchenleitungsmitglieder

Bei der Tagung der Landessynode im Januar 2021 in Düsseldorf werden auch zwei Positionen in der Kirchenleitung neu vergeben. Wir stellen die Kandidaten vor.

Düsseldorf. Die Landessynode, das oberste Gremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, entscheidet im kommenden Januar nicht nur über die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski, der in den Ruhestand geht. Die Vertreterinnen und Vertreter der 37 Kirchenkreise aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland wählen u. a. auch zwei hauptamtliche Mitglieder der 15-köpfigen Kirchenleitung. Über die Vorschläge des Nominierungsausschusses hat Präses Rekowski die Landessynodalen nun informiert.

Abteilung Erziehung und Bildung: Sorg und Tetz nominiert
Als Kandidatin bzw. Kandidaten für die hauptamtliche Position, die mit der Leitung der Abteilung 3 (Erziehung und Bildung) im Landeskirchenamt verbunden ist, schlägt der Ausschuss vor (in alphabetischer Reihenfolge):
•    Marco Sorg (Schwerte)
•    Henrike Tetz (Düsseldorf)

Abteilung Finanzen und Diakonie: Baucks und Leimert nominiert
Als Kandidatin bzw. Kandidaten für die hauptamtliche Position, die mit der Leitung der Abteilung 5 (Finanzen und Diakonie) im Landeskirchenamt verbunden ist, schlägt der Ausschuss vor (in alphabetischer Reihenfolge):
•    Bernd Baucks (Düsseldorf)
•    Volker Leimert (Mönchengladbach)

Landessynode tagt vom 11. bis 15. Januar 2021 in Düsseldorf
Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche. Bei ihrer nächsten Tagung vom 11. bis 15. Januar 2021 entscheiden die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenkreise über eine neue oder einen neuen Präses sowie über die oben genannten hauptamtlichen Positionen. Außerdem sind nebenamtliche Mitglieder der 15-köpfigen Kirchenleitung (Präsidium der Landessynode) zu wählen. Über die Planung der Synode, die coronabedingt nicht am angestammten Veranstaltungsort Bad Neuenahr tagen kann, informieren wir zu einem späteren Zeitpunkt. Sie ist an drei Tagen als Videokonferenz und an zwei Tagen in präsenter Anwesenheit in Düsseldorf vorgesehen.



Zur Person: Marco Sorg …
… ist Dozent am Pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen in den Arbeitsbereichen Lehrer*innenfortbildung, Supervision, Ökumenisches Lernen.

Der in Frankfurt am Main geborene Pfarrer hat nach dem Zivildienst in der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung beim Stadtkirchenverband Essen sein Theologiestudium in Hamburg begonnen. Weitere Studienstationen waren Berlin und Paris. Er hat in Gemeinden in Dortmund und in Luserna San Giovanni (Italien) gearbeitet. Er ist sowohl Mitglied in der Theologischen Prüfungskommission der rheinischen Kirche als auch des Theologischen Prüfungsamtes seiner westfälischen Heimat-Kirche. Sorg verfügt über Ausbildungen als Systemischer Supervisor und als Leiter für Themenzentrierte Interaktion. Außerdem ist er im Vorstand von Agape, dem Bildungszentrum der Waldenser-Kirche im italienischen Prali, tätig. Marco Sorg (53) ist verheiratet und hat drei Kinder.


Zur Person: Henrike Tetz …

 

… ist seit 2018 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland und als Oberkirchenrätin Leiterin der Abteilung 3 (Erziehung und Bildung).

Die Theologin studierte in Bonn, Tübingen und Oxford. Als Vikarin war sie unter anderem für die Church of England in London tätig. Nach ihrer Ordination für den Pfarrdienst in der Evangelischen Kirche im Rheinland im Jahr 1993 arbeitete sie als Schulpfarrerin in Düsseldorf. 2007 wurde Henrike Tetz (57) Mitglied des Kreissynodalvorstands des Kirchenkreises Düsseldorf und leitete dessen Abteilung Seelsorge. 2010 wählte die Kreissynode sie zur Superintendentin. Tetz befasste sich in dieser Zeit besonders mit neuen Gemeindestrukturen, der Entwicklung des Ehrenamtes und der Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie. Als Oberkirchenrätin verantwortete sie im Jahr 2019 gemeinsam mit der Evangelischen Jugend im Rheinland federführend die erste Jugendsynode zu den Themen Partizipation und Bildungsgerechtigkeit.  


 Zur Person: Bernd Baucks …

… ist seit dem Jahr 2013 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und leitet als Oberkirchenrat die Abteilung 5 (Finanzen und Diakonie) im Landeskirchenamt.

Der Betriebswirt und Sozialökonom war davor für Finanzen und Organisation beim Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) mit Sitz in Fulda verantwortlich. Studiert hat der ausgebildete Krankenpfleger in Hamburg, Melbourne/Australien und Daressalam/Tansania. Er war langjährig in der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit beim Internationalen Roten Kreuz und der Diakonie Katastrophenhilfe im östlichen und südlichen Afrika sowie in Asien und Osteuropa tätig. Bernd Baucks (58) lebt in eingetragener Lebensgemeinschaft.



Zur Person: Volker Leimert …
… ist seit 2016 bei der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK) in Darmstadt (Abteilung Risikomanagement) für Finanzcontrolling und Risikocontrolling zuständig. Zuvor war er seit 2011 stellvertretender Abteilungsleiter Controlling bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Baden, die 2016 in die EZVK überging.

Der Diplom-Kaufmann und Bankkaufmann war u. a. in der Öffentlichkeitsarbeit der Investitionsbank Berlin sowie bei der Eurotreu AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Fulda als Senior Manager Unternehmensberatung tätig. Eine weitere berufliche Station war die Industrie- und Handelskammer Hannover. Volker Leimert (53) stammt aus Mönchengladbach, wo er auch sein Abitur gemacht hat, und ist ledig.



Stichwort: Evangelische Kirche im Rheinland (Externer Link zur Homepage unserer Landeskirche)

Die Evangelische Kirche im Rheinland umfasst 668 Kirchengemeinden in 37 Kirchenkreisen. Mit mehr als 2,45 Millionen Mitgliedern ist sie zweitgrößte Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das rheinische Kirchengebiet umfasst Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.

 

 

 

Rückblick: So wie bei der Landessynode 2020 - hier ein Archivfoto vom Synodengottesdienst - wird die #LS2021 allein aufgrund der Corona-Pandemie im Januar 2021 nicht werden. Neben Präsenztagungen wird es auch Tagungspunkte mit Diskussion per Video-Konferenz geben. Archivbild/Bildnachweis: Evangelische Kirche im Rheinland