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75. Landessynode tagt zum zweiten Mal digital

Zum zweiten Mal in Folge tagt die Landessynode der EKiR ab 16. Januar in digitaler Form. Unter dem Motto "Alles, was die Seele braucht" steht die Seelsorge im Mittelpunkt.

Düsseldorf. Seelsorge steht als Thema im Mittelpunkt der 75. ordentlichen Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland: #seelsorgeistda. Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche tagt vom 16. bis 20. Januar 2022 – zum zweiten Mal coronabedingt digital. Dr. Thorsten Latzel, der vor einem Jahr zum Präses gewählt worden ist, gibt zum ersten Mal seinen „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“. Alle öffentlichen Teile der Synode werden auf der Seite der Landeskirche unter www.ekir.de/landessynode (externes Angebot) live übertragen.

„Mit dem Schwerpunktthema Seelsorge bringen wir eine zentrale Aufgabe der Kirche, die oft im Stillen, in Zweier-Gesprächen oder vertraulichen Begegnungen geschieht, in das helle Licht der öffentlichen Wahrnehmung“, blickt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph auf die Landessynode. Diese steht unter dem Leitgedanken „Was die Seele braucht“. „Unsere Botschaft an die Menschen und in die Gesellschaft hinein lautet: Seelsorge ist für dich da!“, sagt die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt. Die 199 stimmberechtigten Abgeordneten aus den 37 Kirchenkreisen vom Niederrhein bis ins Saarland werden über Leitsätze, Empfehlungen und eine Perspektivschrift zur Zukunft der Seelsorge beraten. In Andachten und Impulsreferaten wird diese Kernaufgabe und Kernkompetenz von Kirche beleuchtet.

Synodale entscheiden über die Nachfolge von Barbara Rudolph
Im Rahmen der geplanten Videokonferenz-Landessynode wählen die Synodalen eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Barbara Rudolph als hauptamtliches Kirchenleitungsmitglied und Leitung der Abteilung Theologie und Ökumene. Oberkirchenrätin Rudolph tritt zum 1. September in den Ruhestand. Zwei Frauen und zwei Männer stehen zur Wahl. Diese findet am Donnerstag, 20. Januar, statt.

Tagung beginnt mit einem Gottesdienststream aus Düsseldorf
Die Tagung beginnt am Sonntag, 16. Januar, um 13 Uhr mit einem Gottesdienst, der aus der Düsseldorfer Johanneskirche live im Internet übertragen wird. In der Kirche nehmen nur die an der Liturgie Beteiligten teil. Alle anderen feiern den Gottesdienst mit Abendmahl an den Bildschirmen mit. Die Predigt hält Präses Latzel. Die erste Plenarsitzung beginnt als Videokonferenz um 14.30 Uhr. Die Plenarsitzungen der Landessynode sind in der Regel öffentlich und werden live im Internet übertragen (s. u.). Die Synodalausschüsse tagen nicht öffentlich. Die Materialien (Drucksachen, Terminpläne etc.) sind im Internet zugänglich: www.ekir.de/landessynode.

 
Stichwort: Landessynode
Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die 37 Kirchenkreise entsenden Theologinnen/Theologen und Nicht-Theologinnen/Nicht-Theologen in die Landessynode, die gemeinsam die Kirche leiten. Aktuell sind es 199 Mandate. Die nicht-theologischen Mitglieder stellen dabei die Mehrheit. Dem 15-köpfigen Präsidium der Synode steht der Präses vor. Wenn die Landessynode nicht tagt, führt das Präsidium als Kirchenleitung die Geschäfte.
 
 
 

 

Präses Dr. Thorsten Latzel vor einem Jahr bei der Landessynode 2021. Diese fand pandemiebedingt zum ersten Mal in digitaler Form statt. Bildnachweis: Ekir.de/Evangelische Kirche im Rheinland.