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Weierbach-Sien

Aus einer ursprünglich pfarramtlichen Verbindung wurde erst vor Kurzem die Kirchengemeinde Weierbach-Sien. Weierbach ist ein Stadtteil von Idar-Oberstein, Sien liegt entlang der Bundesstraße 270 im Landkreis Birkenfeld an der Grenze zum Landkreis Kusel. Pfarrerin ist Tanja Bodewig.


Andachten für Zuhause

„Christus ist auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind“ (Vers 20) – das ist das Osterevangelium des Paulus an die christliche Gemeinde in Korinth. Christus ist nicht im Tod geblieben, er, der schändlich am Kreuz gestorben ist, in tiefster Angst und Verlassenheit, er ist von Gott aus dem Tod heraus auferweckt worden am Ostermorgen. Jesus ist verwandelt worden durch Gottes Schöpferkraft, der Gestorbene hat von Gott ein neues, himmlisches Leben bekommen. Und als der so neu Lebendige ist Jesus dann den Seinen noch erschienen, war 40 Tage bei ihnen, ist ihnen immer neu begegnet als der, der die Wundmale des Todes an sich trägt aber dann durch den Tod hindurch gegangen ist, hinein in Gottes neues, unsterbliches, himmlisches Leben. Und damit hat Jesus den Seinen eine ganz neue Perspektive geöffnet: Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern Gottes lebensschaffende Kraft. Sie verwandelt alles Dunkle, Abgründige, hin zum Leben in ungeahnter Fülle, hin zur Hoffnung und zum Licht, hin zu Gott selbst.

Und die Menschen, die Jesus nachfolgen auf seinem Weg, die dürfen jetzt in dieser Gewissheit leben, dass Gott alles überwinden will und alles überwinden wird, was diesem erfüllten Leben entgegensteht. Und mit zu gehen mit diesem Gott, das bedeutet nun für uns, mit dieser Hoffnung unser Leben zu gestalten: Wach sein zu können und aktiv zu werden für die Nöte unserer Welt, miteinander zu teilen, Güter und Zeit, Aufmerksamkeit und Lebensfreude, ein gutes Wort oder ein Lächeln, eine gute Idee oder konkrete Unterstützung. Mit diesem Gott unterwegs zu sein, das kann dann auch bedeuten, selber einmal zu verzichten, Rücksicht nehmen, damit alle auskömmlich haben, einen weiten Blick und ein aufmerksames Herz zu haben, auch für manche weit entfernte Not und für die Stillen bei uns, kann bedeuten, zu widersprechen, wo die Würde von Gottes Geschöpfen missachtet wird, und bedeutet schließlich, auch selbst verantwortlich zu handeln. Und ermuntert, miteinander Hoffnung und Freude zu teilen, gute Gemeinschaft zu pflegen, Glück und Wärme einander zu schenken, dass die große Lebenshoffnung Gottes schon unsere Wirklichkeit durchdringt, jetzt und hier.

Und schließlich blickt Paulus über das irdische Leben hinaus auf das Ziel dieser Welt. Am Ende ihrer Zeit wird auch sie von Gott, ihrem Schöpfer, verwandelt werden, wird Gottes „Neue Welt“, wird das „Reich Gottes“ werden. Dann haben der Tod und alle irdischen Todesmächte ihre Gewalt für immer verloren, und alle Geschöpfe Gottes können leben „in Fülle“, in vollkommenem Frieden und in liebevoller Gemeinschaft miteinander.  

 

Schwedisches Osterlied, von Per Harling (in der Übersetzung von Bärbel Wartenberg – Potter) , singbar auch nach der Melodie „Freude, schöner Götterfunken“ :

 

Wenn im Tal die Hoffnung blühet, sing, sing des Lebens Lied,

wenn der Geist die Welt durchglühet, sing, sing des Lebens Lied,

Luft und Meere werden licht, dürre Halme grünen dicht,

niemand es an Lieb` gebricht, sing, sing des Lebens Lied.

 

Wenn die Wahrheit wird gesprochen, sing, sing des Lebens Lied,

wenn das Lebensbrot gebrochen, sing, sing des Lebens Lied,

wenn die Güte zeigt Gesicht, wenn Zerrissnes heilt im Licht,

wenn Versprochnes nicht mehr bricht, sing, sing des Lebens Lied.

 

Wenn nach Tränen kommt das Lachen, sing, sing des Lebens Lied,

schlägt ein mutig Herz dem Schwachen, sing, sing des Lebens Lied,

wenn ich seh` das DU in mir, wenn ICH kommt leicht ins WIR,

wenn die Schöpfung frei von Gier, sing, sing des Lebens Lied.

 

Wenn das Recht die Menschen leitet, sing, sing des Lebens Lied,

ICH BIN DA den Weg bereitet, sing, sing des Lebens Lied,

wenn Verlornes wieder nah, wenn die Träume werden wahr,

wenn, was Gott will, endlich da, sing, sing des Lebens Lied.

 

Mutig gegen Hass und Sterben, sing, sing des Lebens Lied,

gegen Risse, Messer, Scherben, sing, sing des Lebens Lied,

gegen Lähmung, Leid und Not, leuchte, Gott, dein Morgenrot,

schenk uns Gnade, schenk uns Brot – sing, sing des Lebens Lied.

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Denn Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt. (aus dem 2. Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 5, Verse 19 – 21)

Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt: Versöhnung – nach einem tiefen Konflikt zaghaft das erste Wort, neue Zuwendung zueinander, Blicke, Tränen vielleicht und am Ende eine lange Umarmung. So kann Versöhnung sein: Neues Verständnis füreinander, eine neue, gemeinsame Perspektive, zusammen in die Zukunft zu gehen.

Und davon erzählt Paulus in unserem Bibeltext. Gott macht in Jesus Christus den 1. Schritt hin zu uns Menschen, um uns zu versöhnen mit sich selbst. Jesus Christus, das ist Gottes Wort für uns Menschen, mit dem Gott sich uns zuwendet, um Versöhnung zu bewirken, neues Verständnis füreinander und eine neue, gemeinsame Perspektive von uns Menschen mit Gott.

Und das ist das Wunder des Karfreitags: In Jesu Sterben am Kreuz, da ereignet sich unsere Versöhnung mit Gott. In Jesus Christus nimmt Gott selbst alle menschliche Gottverlassenheit auf sich. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, so stirbt der Gottessohn am Kreuz. – Damit stellt sich Gott an unseren menschlichen Platz, der – jenseits von Eden - sich entfernt hat von der Gemeinschaft mit Gott. Wir Menschen müssen nun nicht mehr an diesem weit von Gott entfernten Ort bleiben, sondern wir bekommen jetzt von Gott „die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt“ geschenkt. Unsere Trennung von Gott durch die Macht der Sünde, die überbrückt Gott selber durch das Kreuz Jesu. Nun gilt dieser Abgrund für uns nicht mehr, weil er für Gott nicht mehr zählt. Seit Karfreitag gilt: Wir Menschen sind jetzt um Christi Willen mit Gott versöhnte Geschöpfe. Und das gilt, ein für alle Mal. „Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“, so schreibt das Paulus an die christliche Gemeinde in Rom (Kapitel 8, Vers 39).

Und mit diesem Versprechen Gottes für uns dürfen wir leben. Hier ist das Fundament, auf dem wir unser Leben gestalten können. Befreit von allen Mächten, die uns zerstören oder in Unfreiheit halten wollen. Versöhnt mit Gott und begleitet von Gottes unverbrüchlicher Liebe zu uns. Einladend für andere Menschen, ihnen zugewandt als Botschafter dieser großen Versöhnungstat, die Gott selbst für uns getan hat, in Jesu Sterben am Kreuz.

 

Christen und Heiden (von D. Bonhoeffer)

 

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,

flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,

um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.

So tun sie alle, alle Christen und Heiden.

 

Menschen gehen zu Gott in seiner Not,

finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,

sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.

Christen stehen bei Gott in seinem Leiden.

 

Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,

sättigt den Leib und die Seele mit seinem Brot,

stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,

und vergibt ihnen beiden.

 

 

 

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen.

Mögliche Lesungen:

Montag: Markus 14, 53 – 65

Dienstag: Markus 14, 66 – 72

Mittwoch: Markus 15, 1 – 15

Donnerstag: Markus 15, 16 – 23

Bibeltext: Markusevangelium, Kapitel 14, Verse 3 – 9, Die Salbung in Bethanien

Wir gehen auf die Karwoche zu und bedenken in den christlichen Kirchen die letzten Lebenstage Jesu, seinen Leidensweg in Jerusalem. Für uns Menschen, um uns zu befreien von der Herrschaft aller widergöttlichen Mächte, ist der Sohn Gottes in den Tod gegangen.

Doch zuvor: Besondere, festliche Tage, so erzählen uns die Evangelien vom Weg Jesu Christi. Der großartige Einzug Jesu in Jerusalem, gefeiert wie ein Superstar, überschwänglich bejubelt von einer großen Menge Menschen als der Messias, der von Gott beauftragte, gerechte und heilsame neue König, der Wundertäter für viele Menschen und der Befreier Israels von der römischen gewaltsamen Herrschaft. -  Und wenige Tage später noch eine ganz besondere Begebenheit, dieses Mal nicht öffentlich, sondern privat, bei einem Abendessen im Hause des Simon, in Bethanien, einem Vorort von Jerusalem.

Dorthin zieht Jesus sich in den letzten Tagen regelmäßig zurück, nachdem er tagsüber in Jerusalem öffentlich gepredigt hat. Und bevor dort an diesem Abend die Mahlzeit beginnt, betritt eine namenlose Frau das Speisezimmer, zerbricht ein Fläschchen aus Alabaster und gießt daraus ein kostbares Öl über Jesu Kopf. Sie salbt Jesus, eine Tradition zu seiner Zeit in Israel, so, wie etwa zukünftige Könige im Auftrag Gottes von Propheten „gesalbt“ wurden am Beginn ihres Weges. In unserem Predigttext wird so nun Jesus gesalbt, vor dem Beginn seines Leidensweges, durch eine namenlose Frau. Sie handelt hier wie eine Prophetin und blickt voraus auf den Weg, den Jesus nach Gottes Willen in Jerusalem gehen wird, den Weg des Gottessohnes ans Kreuz. Und Jesus erkennt in ihrem Tun, dass diese Frau, ebenso wie er selbst, eingestimmt hat in den Weg Gottes, der so anders sein wird als alles, was wir Menschen uns meistens von Gott erhoffen: 

Dass nämlich Gott doch machtvoll und gewaltig seinen guten Willen durchsetzen solle in der Welt. Aber der Weg Jesu ist anders, ist der Weg des Gewaltverzichts – und eben damit der Weg heraus aus dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt. Auf diesem Weg will Gott unsere Welt befreien von der Herrschaft lebenszerstörender Mächte. „Sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis“ (Vers 8) so deutet Jesus das Tun der Frau.  – Und wir sind gerufen, uns auch heute so, wie diese biblische Frau, einzulassen auf den Weg, den unser Gott in Jesus Christus für sich gewählt hat: Dass nämlich Gott darauf verzichtet, mit Macht seinen Willen durchzusetzen - und statt dessen sich selbst in den Tod gibt, damit wir als freie Menschen neu leben können von Gottes Liebestat für diese Welt.

Ablauf der Andacht am 5. April 2020

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen.

Psalmgebet:

Herr, Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.

Lass mein Gebet vor dich kommen, neige deine Ohren zu meinem Schreien.

Denn meine Seele ist übervoll an Leiden und mein Leben ist nahe dem Totenreich.  (aus Psalm 88 )

Gebet:

Gott, du bist uns nahe alle Tage unseres Lebens. Voller Liebe und Zuwendung bist du für uns da. Dafür danken wir dir. Und wir bitten dich, dass du unsere Herzen und unsere Sinne öffnest, dass wir Zeichen deiner Güte entdecken können. Und wo das Dunkle übermächtig erscheint, Gott, da erhalte du uns im Vertrauen zu dir, dass deine Liebe zu uns alle unsere Not wenden wird. Amen

Lied: 91, 1 – 4 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken  

Auslegung zu Markus 14, 3 – 9

Lied: 656, 1 – 3 Fürchte dich nicht

Fürbitten: Gott, du selbst bist schwach geworden in Jesus Christus. Nicht mit Gewalt kam deine Kraft in unsere Welt, sondern in Ohnmacht und Leiden hast du schließlich den Tod überwunden. Wir danken dir Gott für dieses Wunder deiner Hingabe. Und wir vertrauen dir unsere Welt an, dass du sie befreist von allen Todesmächten heute. Hilf, Schritte des Friedens zu finden, in den Kriegen dieser Welt, in den Konflikten in unserem Land, in unserem persönlichen Umfeld. Tröste du alle Menschen in schlimmen Sorgen und in Traurigkeit, dass sie nicht verzweifeln an dem, was ihnen geschehen ist, sondern Kraft finden um durchzuhalten und allmählich neuen Lebensmut zu finden. Gott, behüte deine Kirche bei uns und in aller Welt, dass sie allen Menschen die frohe Botschaft deiner Liebe weiter sagen kann in Worten und in Taten. Stärke immer wieder neu auch unseren persönlichen Glauben durch dein Wort, dass unser Vertrauen zu dir wächst, um deiner Wohltat willen, die du in Jesus Christus für alle Menschen getan hast.  Amen

Vaterunser und Segen

Für Karfreitag und für Ostern finden Sie dann neue Hinweise im Schaukasten und auf unserer Homepage.

 

 

 

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen.

Die Lesungen (entsprechend der Fortlaufenden Bibellese)

  • Montag: Markusevangelium, Kapitel 14, Verse 1 – 11
  • Dienstag: Markus, 14, 12 – 16
  • Mittwoch: Markus, 14, 17 – 25
  • Donnerstag: Markus 14, 26 – 31
  • Freitag: Markus 14, 32 – 42

Vaterunser und Segen

„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinaus gehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Aus dem Brief an die Hebräer, Kapitel 13, Verse 12 – 14)

 

Christenmenschen als Suchende, so stellt sie uns unser heutiger Predigttext vor Augen. Wir Christenmenschen als Menschen, die auf der Suche sind nach Gottes zukünftiger Stadt, nach dem Reich Gottes – vollendet in der Zukunft durch Gott selbst und immer wieder auch schon aufscheinend hier in unserer Welt, in unserem Alltag. Christenmenschen als Suchende, als Menschen, die unterwegs sind, in Bewegung, angezogen von Gottes neuer Wirklichkeit, immer wieder neu auf sie hin ausgerichtet mit unserem Reden und unserem Tun; so vielleicht, wie ein Magnet Metall anzieht zu sich hin. So mag Gott durch seine heilige Geistkraft wirken an uns Menschen, mag uns beflügeln, etwa zu Taten der Liebe und der Menschenfreundlichkeit, zu Verständnis für andere und Hilfsbereitschaft, zu Rücksichtnahme auf Schwächere, zum Einsatz für Gerechtigkeit für die, die unsere Unterstützung brauchen, zum Ausgleich und zum tatkräftigen Engagement für alles, was lebt. Und gerade jetzt, zu den Zeiten von Chorona, gibt es unzählige Beispiele solch gelebter Nächstenliebe: Die Nachbarin, die für andere mit einkaufen geht, die Erzieherinnen, die die Fenster des Kindergartens für die Passanten mit hoffnungsvollen Bildern bemalen, der überraschende Anruf eines vertrauten Menschen. All das und vieles mehr, oft ohne viel Aufhebens einfach getan – und:  Wertvoll für ein gutes, menschenfreundliches Klima in unserer Gesellschaft. Gott sei Dank, dass sich solches Engagement füreinander immer wieder neu unter uns ereignet!

Damit folgen wir dem Weg Jesu nach, denn – so schreibt es der Hebräerbrief - sein Leidensweg diente dem Ziel, das Gottesvolk zu „heiligen“. Untrennbar gehören wir nun zu Gott, das ist es, was das Wort „heilig“ im biblischen Sinne meint. Wir sind nun mit Gott verbunden, in Jesu Leiden und Sterben zeigt Gott uns Menschen, wie stark Gottes Sehnsucht nach Gemeinschaft mit uns Menschen ist, wie ernst Gottes Suche nach uns ist, so, dass sie nicht einmal den Tod scheut, dass Gott selbst für uns alles überwinden will, sogar die Macht der Sünde und den Tod, alles, was Gottes Gemeinschaft mit uns Menschen unterbrechen will. Als „Geheiligte“ sind wir untrennbar mit Gott verbunden, haben teil an Gottes heiligem Geist, können uns so verhalten, wie es Gottes Geistkraft entspricht. Auf diesem Weg werden wir immer wieder auch scheitern, wir werden zurück bleiben hinter dem, was Gott sich von uns erhofft, wir werden uns manches mal nur unvollkommen, irdisch – menschlich verhalten.  Und: Auch in unserem Versagen bleibt Gott uns liebevoll verbunden. Gott schenkt uns seine Heilige Geistkraft. Von ihr begleitet können wir Gottes Liebe zu uns – trotz unserer Schuld – Vertrauen schenken, wir können ehrlich zurück blicken, können Schuld anerkennen und – soweit wie das möglich ist – uns auch bemühen, wieder gut zu machen.   Amen

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen.

 

Psalmgebet: Psalm 102

Herr, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich rufe, so erhöre mich bald.

Denn meine Tage sind vergangen wir Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie von Feuer.

Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras, dass ich vergesse, mein Brot zu essen.

Mein Gebein klebt an meiner Haut vor Heulen und Seufzen.

Ich bin wie eine Eule in der Wüste, wie ein Käuzchen in zerstörten Städten.

Ich wache und klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.   (Verse 1 – 8)

(in der Bibel folgen noch 21 weitere Verse)

 

Gebet:

Gott, so vieles in unserem Alltag ist jetzt unklar, verändert und beängstigend. Wir sind unruhig und in Sorgen. Dir vertrauen wir uns an mit allem, was uns bewegt. Bewahre du uns vor der Übermacht der Angst. Hilf uns, dass wir Gutes dankbar wahrnehmen können. Und beflügle uns durch deinen guten Geist, dass wir einander unterstützen können. Sprich uns dazu an mit deinem lebendigen Wort. Amen

 

Lied: Gott ist gegenwärtig ( EG 165)                                                 

Auslegung zu Hebräer 13

Lied: Holz auf Jesu Schulter ( EG 79)

 

Fürbitten:

Du, Gott, begleitest uns auf unserem Lebensweg. Voller Liebe wendest du dich jedem Menschen zu. Wir bitten dich, dass wir aufmerksam sind für die Zeichen deiner Nähe, die du uns schenkst. Lass uns Kraft schöpfen und Freude und Mut aus allem Guten, das uns begegnet.

Gott, unterstütze du alle, die in diesen Zeiten sich einsetzen für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen: Im Beruf, in den Familien, im Freundeskreis, in den Kirchengemeinden.

Segne das Tun von Pflegenden und Ärztinnen / Ärzten, von allen, die Verantwortung tragen in der Politik und der Gesellschaft.

Du bist ein Gott, der das Leben liebt, stärke unseren Einsatz für das irdische Leben und vollende schließlich unsere Wege in deinem ewigen Reich des himmlischen Trostes und Friedens. Amen

 

Vaterunser

 

Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse leuchten sein Angesicht über uns und sei uns gnädig, Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns und aller Welt seinen Frieden. Amen

 

 

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