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23.01.2018 175 days

Wortmeldung zur Landessynode im Bad Neuenahr – Januar 2018


Superintendentin Jutta Walber

Mein Name ist Jutta Walber, ich lebe in Idar-Oberstein und bin Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe. 

 

Umsonst! Wo gibt es bei uns schon mal etwas umsonst? 

Nicht einmal ein Wasser im Restaurant - bei unseren französischen Nachbarn ist das anders. 

Die Karaffe Wasser - es gibt sie umsonst. 

Doch hat nicht alles seinen Preis? 

Einer muss die Zeche zahlen – oder etwa nicht? 

Umsonst ist ein Geschenk! 

Wasser, Grundlage allen Lebens – es steht uns nicht selbstverständlich zur Verfügung - dahinter steht ein Geber / eine Geberin. 

Sein/ ihr Wohlwollen macht das „Umsonst“ erst möglich. 

Wertschätzend und achtsam - nicht leichtfertig gilt es damit umzugehen. 

Längst nicht alle Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein Glas Wasser in der Wüste – es kann mehr wert sein als alles Geld der Welt. 

Wie für das Wasser so gilt  auch für die Luft zum Atmen und die Böden dieser Erde - sie sind nicht unbegrenzt!

Unsere Lebensgrundlagen, sie stehen mehr denn je auf dem Spiel! 

Umsonst – heißt nicht zur eigenmächtigen Verfügung. 

Wer hinter dem Umsonst nicht mehr den Schenkenden / die Schenkende erkennt, verliert den Respekt vor der Gabe. 

Umsonst trinken aus der Quelle des lebendigen Wassers - eine Verheißung für alle Dürstenden – niemand kann einen Anspruch darauf erheben. 

Der Durstige weiß um seine Bedürftigkeit- sein Angewiesen-Sein!

Gott will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst! 

Umsonst – aus Gnade - Sola Gratia – nicht einfach verfügbar.

Ein Glas frischen Wassers umsonst für den Durstigen! 

Eine Geste der Gastfreundschaft und ein Symbol gegenseitigen Angewiesen-Seins. 

Gutes Trinkwasser ist sehr vielen Menschen nicht selbstverständlich. 

Während ich in der Studierenden-Gemeinde Trier arbeitete, hatten wir eine Studentin aus Russland – sie war begeistert - Wasser aus dem Wasserhahn – einfach so trinken! 

Zu Hause bei ihr wurde Tee zubereitet, um das Wasser genießbar zu machen. 

Auch ich selbst bin immer wieder begeistert von der Qualität unseres Wassers.

Es ist einfach köstlich, das wird mir stets bewusst, wenn ich anderswo unterwegs bin. 

Frisches, sauberes Wasser, Tag für Tag - ein Geschenk. 

Ich möchte mich erinnern lassen von jedem Glas frischen Wassers - an den Geber des Lebens selbst - und daran, sorgsam und achtsam mit den Grundlagen dieses Lebens umzugehen!


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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Dienstag, 17. Juli 2018:
Losungstext:
Der HERR spricht: Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.
2.Mose 19,6
Lehrtext:
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Johannes 20,21