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27.03.2019 91 days

Projekt "Wellcome" an Nahe und Glan feiert 10. Jubiläum


Zwölf ehrenamtliche Helferinnen engagieren sich als „Wellcome-Engel“ und unterstützen Familien in den Monaten nach der Geburt eines Kindes.

Bad Kreuznach. Ein Erfolgsprojekt feiert Geburtstag: Seit zehn Jahren gibt es in unserem benachbarten Kirchenkreis An Nahe und Glan die Aktion Wellcome, angedockt am Diakonischen Werk. Seit 2009 unterstützt sie Familien mit Babys für einige Wochen oder Monate beim Übergang von der Geburt in den Alltag zu Hause.

Aus dem Englischunterricht ist bekannt, dass das englische Wort für „willkommen“ in der Schreibweise „welcome“ lautet. Doch das zusätzliche "L" ist kein Rechtschreibfehler. Vielmehr soll die Zusammensetzung des Namens aus „well“ gleich „gut“ und „come“ gleich „Ankommen“ die Ziele der Aktion deutlich machen. Ein neuer Erdenbürger soll gut ankommen, sich in seinem Umfeld willkommen fühlen. Dazu leistet Wellcome Unterstützung. 2002 von Rose Volz-Schmidt in Hamburg gegründet, sind derzeit rund 250 Wellcome-Teams in Deutschland, Österreich und in der Schweiz aktiv.

„An der Situation junger Familien hat sich vieles geändert“, erklärt Birgit Mengel, die beim Diakonischen Werk die Aktion koordiniert. „Von jungen Leuten wird eine hohe Bereitschaft zur Mobilität erwartet. Und da ist es nicht mehr selbstverständlich, dass eine Oma in der Nähe wohnt oder hilfsbereite Nachbarn zur Verfügung stehen.“ Familiäre Hilfe wäre aber sehr erwünscht, denn die Zeit rund um die Ankunft eines neuen Familienmitglieds gestaltet sich überaus turbulent. Sei es bei der Betreuung von Geschwisterkindern oder des Säuglings selbst, wenn die Mutter sich noch von der Geburt erholen muss oder einmal eine Auszeit benötigt. „Wir hatten im vergangenen Jahr neun Familien, in denen Mehrlinge zur Welt gekommen sind“, berichtet Birgit Mengel. „Sie sind besonders dankbar für die Unterstützung, vor allem wenn noch ältere Geschwister da sind.“

Ein Ersatz-Opa im Einsatz

So funktioniert das Wellcome-System: Ehrenamtliche Helferinnen – zeitweise gehörte auch ein Ersatz-Opa zum Team – schenken Familien einen Teil ihrer Zeit, ein- oder zweimal in der Woche. Vor ihren Einsätzen werden sie vom DW geschult und gehen dann mit dem Baby spazieren, lesen älteren Geschwistern vor oder hören sich die Sorgen der Eltern an. „Für viele Mütter ist es immer noch eine große Herausforderung, allen in der Familie gerecht zu werden“, meint Birgit Mengel.

Zum Wellcome-Team gehören zwölf ehrenamtlich arbeitende Frauen, manche sind bereits seit der ersten Stunde dabei. 164 Familien haben im Kirchenkreis An Nahe und Glan seit 2009 von dem Angebot des DW Gebrauch gemacht. Birgit Mengel bezeichnet die ehrenamtlichen Helferinnen gern als „Wellcome-Engel“. Sie haben in den zehn Jahren seit Gründung von Wellcome den Familien insgesamt 4.602 Stunden ihrer Zeit geschenkt. „Eine beachtliche Zahl,“ findet Astrid Peekhaus, die Superintendentin des Kirchenkreises. „Wir danken den Helferinnen für ihr segensreiches Engagement in der Unterstützung der Familien.“

Trotz der erfolgreichen Arbeit sei „Wellcome“ im Kreis Bad Kreuznach immer noch nicht bekannt genug, bedauert Birgit Mengel. Dabei wäre es so einfach, sich den individuellen und unbürokratischen Beistand ins Haus zu holen.

Informationen zu Wellcome unter www.wellcome-online.de oder telefonisch beim DW des Kirchenkreises An Nahe und Glan unter 0671/84251-0. Wer sich einen Job als ehrenamtlicher Wellcome-Engel vorstellen kann, findet dort ebenfalls Beratung.

Text: Marion Unger


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