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23.01.2018 295 days

Neues von der Landessynode in Bad Neuenahr 2018


Carina Clemens, Arndt Fastenrath, Wolfgang Möckel, Jutta Walber; Quelle Kirchenkreis Obere Nahe

Landessynode 2018 diskutiert "Für die Begegnung mit Muslimen"; Quelle: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath

Christlich-muslimischer Dialog in der Synodenandacht: Landespfarrer Andrew Schäfer (r.) und Kaan Orhon.; Quelle: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath

Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer in der Auftakt-Pressekonferenz; Quelle: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath

Vizepräsident Dr. Johann Weusmann; Quelle: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath

Präses Manfred Rekowski erstattet der Landessynode 2018 den Präsesbericht; Quelle: ekir.de / Hans-Jürgen Vollrath

Synode ermutigt Christinnen und Christen, freimütig von ihrem Glauben zu reden

Die Evangelische Kirche im Rheinland hält am christlich-muslimischen Dialog auch in schwierigen Situationen fest und beschreibt ihn als „kirchlichen Auftrag“, den Christinnen und Christen gebunden an ihr Bekenntnis zu Jesus Christus wahrnehmen. Die Landessynode ermutigt sie, ihren Glauben freimütig zur Sprache zu bringen. Das hat sie in der theologischen Positionsbestimmung „Für die Begegnung mit Muslimen“ bekräftigt. Der christlich-muslimische Dialog ziele dabei „auf das gegenseitige Kennenlernen, das gemeinsame Handeln, das Aushalten von Differenzen sowie eine vertiefte Wahrnehmung der je eigenen Tradition, nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion“. Die Synode formuliert in diesem Kontext auch, dass sie den Glauben muslimischer Menschen als Bindung an den einen Gott wahrnimmt. Die Grundlage des theologischen Gesprächs mit Musliminnen und Muslimen sieht die Landessynode im Bezug beider Religionen auf die „biblischen Traditionen, in der Wertschätzung der Muslime für Jesus als besonderen Propheten und im Leben vor Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“. Gemeinsamkeiten und Differenzen sollen dabei offen angesprochen werden.

Theologische Impulse in einem mehr als 40 Jahre währenden Dialog

Die theologische Positionsbestimmung beschreibt weiter die gemeinsame Verantwortung für das Gemeinwesen, den Einsatz gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, religiösen Extremismus und Fundamentalismus. Sie spricht sich für einen islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach aus und fordert die interkulturelle Öffnung des eigenen Arbeitsrechts. Ausdrücklich nimmt die Landessynode auch zum Recht auf Religionsfreiheit Stellung: „Als Christen und Christinnen treten wir ein für Religionsfreiheit als ein universales Menschenrecht. Die Religionsfreiheit beinhaltet zu glauben, nicht zu glauben und seinen Glauben zu wechseln sowie ihn öffentlich zu leben und zu bekennen.“ Mit ihrer theologischen Positionsbestimmung „Für die Begegnung mit Muslimen“ möchte die Landessynode „Ermutigung zur und Orientierung in der Begegnung“ liefern, wie Superintendentin Dr. Ilka Werner, Vorsitzende des theologischen Ausschusses, zu Beginn der Synodenwoche sagte. Sie hat eine Wegmarke in einem seit mehr als 40 Jahren währenden christlich-muslimischen Dialog gesetzt, der weitergeführt werden soll. Die Positionsbestimmung gibt deshalb auch Impulse für die Weiterarbeit. So wird die Kirchenleitung gebeten, die Rückmeldungen auf das Diskussionspapier „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ auszuwerten.

Was Christinnen und Christen glauben, muss nicht auch Muslime und Juden berühren

Andersglaubenden mit kritischer Offenheit begegnen und zugleich religiöser Engherzigkeit entgegenzutreten – dazu hat der Baseler Theologieprofessor Reinhold Bernhardt die evangelischen Christinnen und Christen aufgerufen. „Selbstbewusst den eigenen Glauben zu leben und daraus Kraft zu schöpfen für die Auseinandersetzung mit allem, was der radikalen Gnade Gottes entgegensteht“, das sei eine dem evangelischen Glauben angemessene Haltung, sagte er der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. In einem Vortrag zum Thema „Evangelisch glauben im Kontext religiöser Pluralität“ gab er den Mitgliedern der Synode Anregungen für ihre Diskussion über eine theologische Positionsbestimmung für die Begegnung mit Musliminnen und Muslimen, dem Schwerpunktthema dieser Landessynode. Bernhardt griff dabei auch die Auseinandersetzung um den Begriff Mission auf, die das Diskussionspapier „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ der rheinischen Kirche vor rund zwei Jahren ausgelöst hatte. „Mission ist nicht als Bekehrung des anderen (des Andersgläubigen), sondern als Bezeugung des eigenen (des eigenen Glaubens) zu verstehen“, sagte er. Und weiter: „Die, Mission‘ der Christen besteht nicht zuerst im Aufrichten scharfkantiger Christusbekenntnisse, sondern in der gelebten Christusnachfolge mitten in der Welt.“ Der Grundvorgang der christlichen Mission sei nicht das „Appellieren an andere, sondern die Bereitschaft, selbst immer neu umzukehren zum Grund des Glaubens. Mission wird damit deckungsgleich mit der Glaubenspraxis insgesamt.“ Dieses Verständnis von Mission stehe nicht im Gegensatz zum Dialog, sondern lebe vielmehr von dialogischen Kommunikationsformen und sei etwa in dieser Form auch gegenüber Jüdinnen und Juden zu praktizieren. Das sei nicht zu verwechseln mit einer, Evangelisierung unter Juden‘, die von einer Bekehrungsabsicht geleitet sei und auf die die Kirche zu verzichten habe.

Gottes Wort ist eine Anrede, kein zeitloses Dekret

In das interreligiöse Gespräch bringen Christinnen und Christen ihre Überzeugung ein, dass sich Gott mit dem Menschen Jesus Christus identifiziert und in ihm offenbart habe. „Diese Offenbarung in Christus ist eine andere als die Offenbarung Gottes im Koran – und übrigens auch eine andere als die Offenbarung auf dem Sinai“, sagte Bernhardt. Daraus folgt für ihn jedoch nicht, dass auch von unterschiedlichen Göttern die Rede sei. Gott habe immer schon zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedliche Weise geredet. „Zu uns“ habe er durch seinen Sohn geredet: Gottes Wort sei kein zeit- und geschichtsloses Dekret, sondern „eine Anrede, eine Zusage, ein adressiertes Wort“. Das sei Erkenntnis der Reformatoren gewesen und zeichne auch die Barmer Theologische Erklärung, das bedeutsame evangelische Glaubenszeugnis von 1934, aus. Dort ist die Rede von „Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt ist“. Dieses „für uns“ dürfe nicht als ein „so und nicht anders“ missverstanden werden. Denn was Christinnen und Christen glauben, müsse nicht auch für Juden, Muslime, Angehörige anderer Religionen oder Nichtreligiöse bedeutsam sein. […]

Jungen Menschen attraktive Angebote in der Konfi- und Jugendarbeit unterbreiten

650.000 getaufte Kinder und Jugendliche gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Hinzu kommen Jugendliche, die sich ohne konfessionelle Zugehörigkeit aktiv beteiligen. „Das allein, und nicht nur der Wunsch nach einer zukunftsfähigen Kirche, sollte Grund sein, sich immer wieder neu zu vergegenwärtigen, wie die Situation junger Menschen in Kirche und Gesellschaft ist“, erklärte Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer bei der Vorstellung des mittlerweile vierten Jugendberichts. Er weist unter anderem auf Defizite bei der Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit hin. So habe der Ausbau der Ganztagsschulen nicht, wie erhofft, soziale Ungleichheit abgebaut. Vor allem an weiterführenden Schulen gebe es einen Reformbedarf des Ganztages, um Betreuungsangebote jugendgemäßer zu gestalten. Eine verstärkte Kooperation schulischer und außerschulischer Bildung, für die von politischer Seite verbindlichere Strukturen geschaffen werden müssten, könne die Qualität steigern.

Jugendliche in einer digitalisierten Gesellschaft

„Wer offline benachteiligt ist, ist das meist auch online“, stellte die Landesjugendpfarrerin mit Blick auf Jugendliche in einer digitalisierten Gesellschaft fest. Zu hohe Kosten, seltener Zugang zum Netz und begrenzte Barrierefreiheit führten dazu, dass manche jungen Menschen auch online von der Gemeinschaft Gleichaltriger abgehängt seien. Beim Umgang mit persönlichen Daten sei Jugendlichen der kommerzielle Hintergrund digitaler Dienste darüber hinaus oft nicht bewusst. So ist der Einsatz für international geltende jugendgerechte Datenschutzgesetze ein Vorschlag, der in der Vorlage den Landessynodalen zum Beschluss unterbreitet wird.

Eine gute Konfirmandenarbeit weckt das Engagement in der Kirche

Glaube, Religiosität und Kirche stellen einen weiteren Teil des Jugendberichts dar. Da der Glaube in Familien immer seltener weitergegeben werde, gewönnen andere Formen der religiösen Sozialisation an Bedeutung. Eine positiv empfundene Konfirmandenzeit erhöhe die Bereitschaft für eigenes Engagement in Kirche und Gesellschaft und führe zudem zu einem wachsenden Interesse an religiösen Fragen. Jungen Menschen attraktive Angebote in der Konfirmanden- und Jugendarbeit zur Mitarbeit zu unterbreiten, ist daher ein weiteres Anliegen des Jugendberichts. Im Gespräch mit Gleichaltrigen werde jedoch auch deutlich: Jugendliche sprechen selten über religiöse Überzeugung. Der Austausch zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Religionen und Kulturen geschehe eher bei gemeinsamen Aktivitäten. Beispiele gelingender dialogorientierter christlich-muslimischer Jugendarbeit seien bereits vorhanden, sagte Enthöfer. Diese gelte es weiter auszubauen. Der Jugendbericht geht auch auf die Personalsituation in der Jugendarbeit ein. Weiterhin gebe es prekäre Anstellungsverhältnisse und vakante Vollzeitstellen, bedauerte Enthöfer. Hier sollte das Arbeitsfeld gestärkt, dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und die Qualität außerschulischer Bildungsarbeit nachhaltig gesichert werden. […]

Kirche zukunftsfähig gestalten

Die Evangelische Kirche im Rheinland wird erstmals in ihrer Geschichte eine Jugendsynode abhalten, die unmittelbar vor der Landessynode 2019, vom 4. bis 6. Januar, stattfinden soll. Auf ihr sollen Themen erarbeitet werden, mit denen sich die Landessynode in den folgenden Jahren beschäftigen wird. Zusätzlich werden die 100 Delegierten, die sich zu gleichen Teilen aus der Evangelischen Jugend im Rheinland sowie aus dem Kreis der Landessynodalen zusammensetzen werden, über ausgewählte Vorlagen der Landessynode 2019 beraten. Die Ergebnisse ihrer Beratungen legen sie anschließend den Tagungsausschüssen der Landessynode als ergänzende Stellungnahme vor. Die Jugendsynode solle keine „Alibiveranstaltung“ werden, bei der sich Landessynodale und junge Menschen nett unterhalten, erklärte Landessynodale Miriam Lehberger, die mit Stephanie Schönborn die Beschlussvorlage vor der Landessynode einbrachte. „Es geht vielmehr darum, sich wahrzunehmen, bestehende Strukturen zu erkennen und diese zukunftsfähig zu gestalten.“ Außerdem soll die Jugendsynode Stellung zu Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft beziehen. Die Jugendsynode könne so der Auftakt eines Prozesses sein, „Partizipation von jungen Menschen in unseren kirchlichen Strukturen zu ermöglichen“. […]

Landessynode startet Konsultationsprozess

Die Evangelische Kirche im Rheinland startet einen Konsultationsprozess zum Finanzausgleich in der Landeskirche. Der Prozess wird ergebnisoffen geführt. Die rheinische Kirche stellt bisher sicher, dass mindestens 95 Prozent des durchschnittlichen Kirchensteuer-Pro-Kopf-Aufkommens für jeden Kirchenkreis unabhängig von der eigenen Finanzkraft zur Verfügung stehen. Die Landessynode 2017 hatte außerdem gefordert, bei Einführung eines sogenannten Trennscharfen Religionsmerkers nach einer Möglichkeit zu suchen, die eine regionale Aufteilung der Kirchensteuer in der Landeskirche ermöglicht. In Gesprächen mit der Finanzverwaltung stellte sich aber heraus, dass aktuell keine Pläne für diese Art der Kirchensteuerzuordnung aus Einkommen- und Lohnsteuer nach Landeskirchen bestehen. An die eingerichtete Arbeitsgruppe hat die Kirchenleitung gleichwohl den Auftrag zu einer Modellrechnung gegeben. Sie zeigt an, wie eine Veränderung des Finanzausgleichs in Richtung einer 100-prozentigen Pro-Kopf Verteilung so umgesetzt werden kann, dass sie für die derzeit gebenden Kirchenkreise über mehrere Jahre schrittweise im Haushalt umgesetzt werden könnte

Projekt wird in Teilprojekten fortgesetzt

Die Arbeitsgruppe Leichtes Gepäck hat der Kirchenleitung ein umfangreiches Paket mit Vorschlägen vorgelegt, wie Verwaltungsvorgänge und Genehmigungsverfahren vereinfacht werden und Aufsicht erleichtert wird. Damit sollen gestalterische und finanzielle Spielräume geschaffen werden. "Wir sind gut beraten, uns von den Prägungen und den engen Grenzen eines preußischen Verwaltungsdenkens zu verabschieden, von einem Denken, das davon ausgeht, man könne durch Gesetze und Verordnungen alles unter Kontrolle behalten und so alle Bereiche kirchlichen Lebens absichern", sagte Vizepräsident Dr. Johann Weusmann bei der Vorstellung des Berichts der AG "Leichtes Gepäck" und ermutigte dazu, kreative Lösungsansätze in den Blick zu nehmen. "Als Landeskirche dürfen wir dabei nicht ein Gefühl vermitteln, als müssten Gemeinden und Kirchenkreise, die etwas Neues ausprobieren wollen, immerzu fragen, was steht dem im Wege?‘ Vielmehr gilt, gemeinsam zu fragen, wie kriegen wir das hin?‘." Die mit der Arbeitsgruppe Leichtes Gepäck angestoßenen Vorschläge, Verwaltung und Aufsicht zu vereinfachen, solle den Leitungsgremien vor Ort größere Freiräume für ihre Entscheidungen eröffnen, um Verkündigungsauftrag und kirchliche Ordnung in einer guten Balance zu halten. Die AG Leichtes Gepäck hat dazu Leitlinien formuliert, beispielsweise "ermöglichen statt einschränken", "Risiken bewerten und in Kauf nehmen" oder "begonnene Prozesse in Ruhe zu Ende bringen". Dabei setzt die AG in einer „kleiner werdenden Kirche“ einen Schwerpunkt auf das Ehrenamt. Die Arbeit am Gesamtprojekt "Leichtes Gepäck" wird in Teilprojekten fortgesetzt. Sie sind zwei Themenfeldern zugeordnet: 1) "Vereinfachung von Prozessen und Vorschriften" (z. B. Kirchenordnung, Tarifrecht, Ehrenamt, Aufsicht, 2) "Kommunikation und Gemeinschaft" (z. B. durchlässige Kommunikation in alle drei Ebenen hinein, Feedback-Kultur sowie die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie). […]

Synode schafft Freiräume zur Erprobung

Ideen zur Veränderung und Vereinfachung kirchlicher Arbeit sollen künftig leichter erprobt werden können. Ein entsprechendes Gesetz ermöglicht zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von kirchlichem Recht, wenn sie der Erprobung dienen. So kann in Testphasen geprüft werden, ob eine Maßnahme geeignet ist, Aufsichtsorgane und Verwaltungen zu entlasten oder den Gestaltungsspielraum für Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Verbände zu verbessern. Um eine veränderungsfähige Kirche zu werden, müsse nicht immer gleich nach Lösungen für die Gesamtkirche gesucht werden, erklärte Präses Manfred Rekowski in seinem Bericht an die Landessynode. „Es reicht, wenn wir Freiräume schaffen, damit Neues versucht werden kann.“ Dazu seien Modelle und Experimentierfreude nötig. So könnten etwa einzelne Gemeinden oder Kirchenkreise Vereinfachungen des Verfahrens bei der Wahl des Presbyteriums ausprobieren, ohne dass gleich gesetzliche Neuregelungen für die ganze rheinische Kirche getroffen werden müssten. Vorschläge für Erprobungen können durch Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Verbände oder die Kirchenleitung eingebracht werden. Dabei hat die Erprobung im Einvernehmen mit der kirchlichen Körperschaft, für die die Ausnahme gilt, zu erfolgen. Die zu erprobende Regelung darf außerdem keinem gesamtkirchlichen Interesse entgegenstehen. Das Erprobungsgesetz tritt für einen Zeitraum von fünf Jahren am Tag nach seiner Verkündung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft. Die Erprobungen selbst sind auf einen Zeitraum von längstens fünf Jahren befristet. Die Kirchenleitung dokumentiert die Erfahrungen mit den erprobten Maßnahmen und wertet sie für die Landessynode aus.

Beschäftigung von Nicht-Christen erleichtert

Die Evangelische Kirche im Rheinland regelt die Mitarbeit von Menschen, die nicht der evangelischen Kirche angehören, neu. Damit setzt sie eine EKD-Richtlinie von 2016 um und folgt dem Anliegen der Interkulturellen Öffnung. Außerdem begegnet sie so dem Mangel an qualifizierten evangelischen Bewerberinnen und Bewerbern. Die Mitarbeit nicht-evangelischer Christinnen und Christen ist nun grundsätzlich möglich. Nichtchristliche Mitarbeitende können eingestellt werden, wenn es um Arbeitsbereiche geht, die der Interkulturellen Öffnung dienen oder in denen Menschen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören. Grundlage für die Einstellung von Mitarbeitenden, die nicht der evangelischen Kirche angehören, ist die Vorlage einer theologischen Grundkonzeption. Dies kann dazu führen, dass es in einigen Gemeinden und Kirchenkreisen ein engeres Verständnis der konfessionellen Anforderungen an die berufliche Mitarbeit gibt und andere eine weitergehende Öffnung erlauben. Beides muss, auf die Situation vor Ort bezogen, theologisch begründet werden. Tätigkeiten in der Verkündigung, Seelsorge und Bildung bleiben weiterhin evangelischen Christinnen und Christen vorbehalten, allerdings werden diese Bereiche teilweise etwas anders gefasst, so dass etwa für die Mitarbeit in Kindertagesstätten nun differenzierte Regelungen möglich sind.

Weitere Informationen zur Landessynode 2018 finden Sie hier.


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Mein Name ist Jutta Walber, ich lebe in Idar-Oberstein und bin Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe.  Lebenszeit – Zeit zum Leben! Doch was heißt leben? Und was ist die Zeit? Wer...mehr

 
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Losungstext:
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Jesaja 45,8
Lehrtext:
Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!
2.Korinther 6,2