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05.09.2018 100 days

Kita-Referat und Sabine Dalheimer-Mayer feiern 25. Jubiläum


Jutta Walber (links), Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe, verleiht Sabine Dalheimer-Mayer das Kronenkreuz der Diakonie.

Bildnachweis: Kirchenkreis Obere Nahe/R.Bleh

Birkenfeld. Der Zaun rund um den Birkenfelder Kirchplatz ist mit bunten Luftballons geschmückt, die fröhlich im Wind hüpfen. Vor dem Eingang der Evangelischen Gemeindekirche stehen festlich geschmückte Bänke, satte-frohe Farben dominieren das Bild. Nicht anders sieht es im Inneren der Kirche aus: Am Anfang und Ende der Bankreihen warten zahllose Luftballons darauf, nach dem festlichen Gottesdienst gen Himmel zu schweben.

Für Sabine Dalheimer-Mayer ist dieser Tag ein ganz besonderer: Hier in der Evangelischen Kirche wurde sie vor 25 Jahren in ihr Amt eingeführt. Hierher kehrt sie am Freitagnachmittag zurück, um ihr Dienstjubiläum zu feiern. Damit nicht genug: Auch das Kindergartenreferat des Evangelischen Kirchenkreises Obere Nahe, das Dalheimer-Mayer lange Jahre allein auf- und ausgebaut hat, blickt auf 25 Jahre zurück.

Mut, Zuversicht und Selbstbewusstsein bewirken Wunder

Eine klassische Predigt gibt es an diesem Tag nicht. Wohl aber einen nicht ganz alltäglichen Gottesdienst mit vielen Reden, die zum Nachdenken anregen, zahlreichen Grußworten von ehemaligen und aktuellen Weggefährten, voll gespickt mit Erinnerungen. Nicht weniger oft fällt das Wort „Danke“. Durch den Gottesdienst führen Jutta Walber, Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe, und der Birkenfelder Pfarrer Klaus Köhler. Statt einer Predigt geben Jutta Walber und Klaus Köhler einen humorvollen Dialog zum Besten, bei dem das Kindheits-Ich (verkörpert von Walber) das Erwachsenen-Ich mit überzeugenden Worten darlegt, warum Mut, Selbstbewusstsein und Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten Wunder bewirken. Oder um es mit den Worten von Astrid Lindgrens populärster Kinderbuch-Heldin Pippi Langstrumpf zu sagen: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“

Dieses Motto zieht sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Von Gottvertrauen, Mut und Zuversicht künden die Lieder, die der Jugendchor „Fri-Fra-Voce“ unter der Leitung von Kreiskantor Roland Lißmann zum Besten gibt: „Dream On“ – im Original von Aerosmith – blickt wehmütig auf das Vergangene zurück, mahnt aber zugleich, jeden Augenblick zu genießen. Ein besonderer Genuss ist dann auch die Darbietung von „A City Called Heaven“. Das Lied wartet mit beeindruckenden Soli-Einlagen auf und erntet frenetischen Beifall.

Referat aus dem Nichts aufgebaut

Pippis Motto scheint wie geschaffen, um die Geschichte des Kitareferats zu beschreiben. Denn so, berichtet Jutta Walber den Anwesenden, habe alles begonnen. „Das ist dein Büro, dann mach mal…“, habe der damalige Superintendent Edgar Schäfer am 1. September 1993 seiner neu eingestellten Mitarbeiterin mit auf den Weg gegeben. Sabine Dalheimer-Mayer habe viel Mut und Vertrauen in die eigene Kraft benötigt, um das Referat aus dem Nichts aufzubauen. Als Zeichen dafür, was sie und später auch ihre Kolleginnen in den vergangenen 25 Jahren geleistet haben, greifen Jutta Walber und Klaus Köhler auf einen Gegenstand aus einer Geschichte Pippi Langstrumpfs zurück, in der sie mit Tommy und Annika mit einem Heißluftballon durch die Lande reisen.  Statt in einem Korb sitzen die Kinder auf einem Bett. Eine Miniaturausgabe dieses Ballons hat auch Klaus Köhler in der Hand und füllt das Bett im Laufe des Gottesdiensts mit immer mehr Gegenständen, die symbolhaft für Momente stehen, die für das Kitareferat wegweisend waren: Nägel symbolisieren die zahlreichen Herausforderungen, ein Pferd die Stärke, ein Seil die Notwendigkeit, einen Schritt nach dem anderen zu machen.

Als Vertreter der Rheinischen Landeskirche dankte Dr. Stefan Drubel, Leiter des Dezernats Außerschulische Bildung im Landeskirchenamt Düsseldorf, Sabine Dalheimer-Mayer vor allem für ihre Vertrauensarbeit. „Die Kitas haben einen enormen Vertrauensvorschuss der Eltern erworben. Nicht jedem vertraut man seine Kinder an“, gibt Drubel zu bedenken. Gerade dies gelte aber auch für neue Herausforderungen - wie dem neuen Kita-Gesetz.

Beratung immer "hemmungslos positiv"

Auch für Michael Schweizer, Leiter des Jugendamts der Stadt Idar-Oberstein, stellt Vertrauen eine solide Basis der Zusammenarbeit dar. „Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir weiter so vertrauensvoll arbeiten, wie wir es bislang immer getan haben“, sagt er in seinen Grußworten und schiebt hinterher, er sei überzeugt, dass kirchliche Träger von Kitas auch in Zukunft kein Auslaufmodell seien. Dieses Versprechen greift Pfarrer Rüdiger Kindermann auf, der zusammen mit Geschäftsführerin Kerstin Schneider und Vorstandsmitglied Ilse Roth den Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen Idar-Oberstein (VEKIO) vertritt.  Auch er dankt für die gute Zusammenarbeit mit dem Kitareferat insbesondere beim Mammutprojekt Qualitätsmanagement in den Kitas. „Da haben wir einen langen Weg hinter uns, wir haben einen guten Ruf“, resümiert er. Stellvertretend für alle Kita-Leitungen bedanken sich Anke Stephan und Bettina Bremm bei Sabine Dalheimer-Mayer für ihre Ermutigungen, ihre Stärke und ihr Einfühlungsvermögen: „Dein Blick bleibt offen, die Beratung individuell und immer hemmungslos positiv. Mit dir an der Seite sind wir alle völlig sicher, dass wir es schaffen können.“

Bevor alle Gottesdienstbesucher zum Abschluss gemeinsam mit Fri-Frau-Voce das Titellied aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen singen, verleiht Superintendentin Jutta Walber Sabine Dalheimer-Mayer für ihre Verdienste das Goldene Kronenkreuz der Diakonie.


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