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26.08.2019 28 days

Heimat(en) - ein Mosaik von Eindrücken


Mein Name ist Jutta Walber, ich lebe in Idar-Oberstein und bin Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe. 

Heimat(en) - so lautet das Thema des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz. Entscheidend sind aus meiner Sicht die zwei Buchstaben in der Klammer! Sie weisen darauf hin, dass Heimat ein dynamischer Begriff ist. Heimat(en) befinden sich stets in einer Transformation. Wenn wir auf unsere Region schauen, lässt sich das leicht nachvollziehen. „Unser“ Spießbraten hat brasilianische Wurzeln, die Steine, die hier verarbeitet werden, kommen aus aller Herren Länder und wie wir bei der Aufführung der „Wandermusikanten“ am Wochenende an drei Standorten (Birkenfeld, Idar-Oberstein und Offenbach-Hundheim) erleben konnten: Auch die Musik in aller Welt wurde von Menschen aus unserer Region beeinflusst. Und was die Wandermusikanten im Zusammenspiel mit Menschen anderer Nationalität gelernt haben, haben sie mitgebracht in ihre Ursprungsheimat. Damit haben sie, wie auch die vielen jüdischen Menschen, die in unserer Region gelebt haben, und die französischen und amerikanischen Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien das geprägt, was wir heute „Heimat“ nennen. Auch andere Nationalitäten, hatten und haben unsere Kultur nachhaltig geformt. Wer freut sich nicht über die italienische, chinesische oder syrische Gastronomie? Genau genommen gibt es also nicht „die“ Heimat, sondern viele Heimat(en). Denn jeder einzelne Mensch trägt ein Mosaik von Eindrücken in sich, die alle zusammen ein Bild ergeben, je nachdem von welcher Facette von „Heimat“ er oder sie spricht. „Heimat“ ein schillernder Begriff, der das „(en)“ braucht, damit er nicht zu einer lebensfernen, nationalistischen Ideologie erstarrt, sondern lebendig und lebensnah bleibt. Vielleicht eignet sich nichts besser als die Musik, um Brücken zu bauen über Orte, Grenzen und Landschaften hinweg, Menschen, Stile und Kulturen zu verbinden. Dabei denke ich an Worte eines Kirchenlieds: „Keiner kann allein Segen sich bewahren...“ Könnte es nicht auch heißen: „Keiner kann allein ‚Heimat‘ sich bewahren...?“ Schließlich hängt das, was wir mit Heimat(en) verbinden, vor allem an den Menschen, mit denen wir unsere Lebensgeschichten teilen. Sie sind es in all ihrer Vielfalt und Besonderheit, die unser Leben bereichern und beheimaten.


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Losungstext:
Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke.
1. Samuel 2,4
Lehrtext:
Paulus schreibt: In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken.
2. Korinther 6,4.7