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21.05.2017 338 days

Synodaltagung des Kirchenkreises Obere Nahe. Superintendentin Jutta Walber informiert über Entwicklungen im Kirchenkreis. Diskussionen über Regelung zur Besetzung von Gemeindepfarrstellen und Weichenstellungen zur Umsetzung des Verwaltungsstrukturgesetzes.


Synodale bedanken sich beim diesjährigen KonfiCup Sieger - Idar & Kirschweiler - für die erfolgreiche Vertretung des Kichenkreises Obere Nahe.

Medard, Samstag 20. Mai. Nach der Begrüßung durch Superintendentin Jutta Walber und der Konstituierung der Synode stellt sich Herr Dr. Götz Klostermann von der Landeskirche als neuer Kirchenkreisbegleiter vor. Bürgermeister Graf aus Medard begrüßt die Synode mit einem kleinen Einblick in seine Ortsgemeinde. Er betont den Jahrhunderte dauernden intensiven Kontakt zwischen Kirche und Kommune.

Die Synodalen des Kirchenkreises bedanken sich bei der siegreichen Fußballmannschaft der Kirchengemeinde Idar - den Gewinnern des KonfiCup Pokals der Evangelischen Kirche im Rheinland - mit einem kräftigen Applaus für die hervorragende Vertretung des Kirchenkreises. Ein ermutigender Auftritt in schwierigen Zeiten.

Zurzeit gibt es im Kirchenkreis Obere Nahe wohl kaum eine Gemeinde und einen Arbeitsbereich, der nicht mit Veränderungsprozessen zu tun hat - so die Superintendentin.

Vertrautes und Gewohntes gilt plötzlich nicht mehr, dass stellen viele Gemeindemitglieder fest.

Im vergangenem Jahr verlor der Kirchenkreis rund 500 Gemeindemitglieder. Diese Verluste lassen sich weniger durch Austritte als auf den allgemeinen Bevölkerungsrückgang in den Landkreisen erklären. Die Zahlen lassen erahnen, wie schwierig die Lage ist. Und so steht das Motto der Kreissynode auch in diesem Frühjahr irgendwie wieder im Lichte von Veränderungen.

„Unsere Situation erinnert mich an die Geschichte von den Jüngern auf dem See Genezareth“ – sagt Jutta Walber zu allen Anwesenden. “Jesus hat sie dazu getrieben, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer zu fahren“ (…) „Vielleicht wünscht sich der ein oder die andere, sie wären niemals eingestiegen, in dieses Boot.“ (…) „Gab oder gibt es eine Alternative?“ – so die Superintendentin.

Sie spricht davon, dass nicht wie bisher weitergemacht werden könne. In Zeiten, in denen immer mehr junge Menschen aus unserer Region abwandern, weil sie keine Arbeit mehr finden, die es ihnen erlaubt hier sesshaft zu werden. Hier und heute haben sich die Lebensbedingungen so sehr verändert, dass Zeit für Familie, Freundschaften, ehrenamtliches Engagement, Hobbys und Erholung sich immer deutlicher auf das Wochenende konzentriert. Da darf nicht weggeschaut und weitergemacht werden, wie bisher.

„Wir sind nicht allmächtig, aber auch nicht vollkommen ohnmächtig.“ – zitiert Jutta Walber Ruth Cohn und ermutigt die Abgeordneten aus 37 Kirchengemeinden sowie die berufenen Mitglieder und VertreterInnen der verschiedenen Arbeitsgebiete des Kirchenkreises.

Interessiert diskutiert die Synode einen Beschluss des Kreissynodalvorstandes zur Neubesetzung von Pfarrstellen. Rahmenbedingungen, in denen Kirche sich bewegt, haben sich sehr verändert und verändern sich weiterhin, dass der Dienst nicht mehr so getan werden kann, wie bisher.

Wenn der Kirchenkreis weiterhin seinem Auftrag - die gute Botschaft zu den Menschen bringen zu wollen - nachkommen möchte, dann ist er gefordert, angesichts der schrumpfenden Ressourcen mehr Zusammenarbeit zu wagen. Nötig ist ein intensiveres Fragen nach dem, was gemeinsam voranbringt. Ideen sind gefragt und Mut, einfach mal etwas auszuprobieren und voneinander zu lernen.

Die Synode beschließt die Fortführung der Nutzungs- und Ergänzungsvereinbarung für das Freizeitheim Heiligenbösch bis 2023 sowie einige Grundsatzbeschlüsse zur Umsetzung der Verwaltungsstrukturreform zum 1. Januar 2018. Auch die neue Satzung für das Verwaltungsamt des Kirchenkreises Obere Nahe wurde angenommen.

Mit der Wahl von Pfarrerin Barbara Zimmer-Schuch, zur Synodalbeauftragten für Islamfragen, ist dieses Arbeitsfeld auch im Kirchenkreis Obere Nahe endlich wiederbesetzt.

Den regelmäßigen Austausch mit Muslimen über den Schulalltag hinaus, insbesondere auch in Kontakten zu Vertretern der Moschee in Idar-Oberstein, ist Barbara Zimmer-Schuch wichtig. Es ist ein wichtiger Auftrag, damit Integration auch auf lange Sicht in unserem Kirchenkreis gelingen kann.

Die nächste Synodaltagung im Kirchenkreis Obere Nahe wird am 10./11. November in Idar stattfinden.

Quelle: Kirchenkreis Obere Nahe


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Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner großen Liebe, die er uns entgegenbrachte, mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen – durch Gnade seid ihr gerettet.
Epheser 2,4-5