clip
11.03.2012 6 yrs

Pfarrer Thomas Lehr verabschiedet


Auf der "Presbyterbank" (v.l.n.r.): Lothar Henrich, Pfr. Thomas Lehr, Pfr. Reinhardt Müller, Ulrike Kurth, Udo Faulhaber, Helga Zuck, Andrea Gräff, Roger Stumm, Heike Neeß. (Foto: Carsten Heß)

Mit einem voll besetzten Gottesdienst hat die Ev. Kirchengemeinde Schmidthachenbach (mit Bärenbach) in einem Nachmittagsgottesdienst am Sonntag, 11. März 2012, ihren langjährigen Pfarrer Thomas Lehr verabschiedet. Gleichzeitig wurden neue Presbyteriumsmitglieder verabschiedet und eingeführt. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Jutta Klein an der Orgel sowie von den beiden Chören: dem Gemischten Chort Bärenbach (Leitung: Thomas Setz) und dem Chor Schmidthachenbach (Leitung: Hr. Mastronadi).

Leben unter Gottes Fürsorge

In seiner Predigt zum Apostolischen Glaubensbekenntnis drehte sich alles um die Frage „Betrachte ich mein Leben als Zufall – oder sehe ich es unter Gottes Fürsorge?“ Thomas Lehr warb für die Wette des im 17. Jahrhundert lebenden Mathematikers und Physikers Blaise Pascal: „Wenn Du an Gott glaubst, und Gott existiert, so gewinnst du alles. Wenn du an Gott glaubst, und Gott existiert nicht, so verlierst du nichts." Thomas Lehr: "Wenn ich Gott als Schöpfer sehe, dann ist mein Leben kein Zufall, sondern steht unter seiner Fürsorge - selbst die Dinge, die mir nicht gefallen. Ich stehe unter seiner Gnade; er ist mein Schöpfer."

Zusammenwachsen, was zusammen gehört

Pfarrer Reinhardt Müller aus Fischbach ermutigte die Festgemeinde, in allem Wandel der gegenwärtigen Verhältnisse vor allem auch die Chance einer frohgemuten Weiterentwicklung gemeindlichen Lebens wahrzunehmen. Ganz im Sinne des bekannten Jesus-Wortes: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Matthäus 18,20). Und schließlich zeichne es die Kirche als solidarische Gemeinschaft aus, dass man sich nicht in Klagen darüber erschöpfe, wenn einem die Butter vom Brot genommen würde. Man solle sich gegenseitig "Butterbrote schmieren" auf dem langen Weg zum gemeinsamen Glück - so der Fischbacher Pfarrer. Im Hinblick auf das, was in allen Gemeinden in den vergangen Jahren an fantasievollen und kreativen Formen der Gemeindearbeit und Gottesdienstgestaltungen entwickelt wurde, sei Müller - in Abwandlung eines historischen Politikerwortes - zuversichtlich, dass bei der neuen pfarramtlichen Gemeinde-Verbindung in Zukunft "zusammenwachsen könne, was zusammen gehört".

Abschied & Neubeginn

Für Schmidthachenbach und Bärenbach geht mit dem Weggang von Pfarrer Thomas Lehr eine Ära zu Ende: In Zukunft werden diese beiden lebendigen Dörfer eine pfarramtliche Verbindung mit den Kirchengemeinden Fischbach (mit Hintertiefenbach), Georg-Weierbach und Kirnsulzbach eingehen.

Pfarrer Thomas Lehr (58) wird weiterhin im Reichenbacher Pfarramt arbeiten. Statt Schmidthachenbach und Bärenbach, wo er 18 Jahre lang tätig war, ist für ihn nun der Dienst in Ruschberg (Ev. Kirchengemeinde Baumholder) hinzu gekommen.

Im Presbyterium verbleiben folgende Personen: Bertold Huck (seit 32 Jahren Presbyter), Lothar Henrich (seit 29 Jahren Presbyter), Ulrike Kurth (seit 15 Jahren Presbyterin), Andrea Graef (seit 12 Jahren Presbyterin).

Neu ins Presbyterium eingeführt wurden Heike Neeß und Roger Stumm.

Verabschiedet wurden folgende Bärenbacher Presbyteriumsmitglieder: Helga Zuck (36 Presbyteriums-Jahre) und Udo Faulhaber (10 Presbyteriums-Jahre).

Trauer aber auch Dankbarkeit für Gewesenes sowie spannende Erwartung auf das Kommende kennzeichneten den Gottesdienst in der Schmidthachenbacher Kirche und die anschließende Feierlichkeit im Bürgerhaus.

Zahlreiche Ehrengäste

Unter den Festrednern im Bürgerhaus waren der Vorsitzende des Gesangvereins Bärenbach, Rolf Barth, der amtierende Vorsitzende des Angelvereins, Norbert Schuck, Vertreter der Feuerwehr, der langjährige Schmidthachenbacher Presbyter Lothar Henrich, der dem scheidenden Pfarrer für die vielfältigen Akzentsetzungen dankte, Pfr. i.R. Manfred Löwenstein (Amtsvorgänger von Pfr. Lehr), der Fischbacher Pfarrer Reinhardt Müller sowie die örtlichen Bürgermeister Jürgen Schmidt (Bärenbach) und Jörg Schreiner (Schmidthachenbach).

Musikalische Beiträge kamen von der Flötengruppe Bärenbach und vom Musikverein Schmidthachenbach (Vorsitzender: Siegfried Veek, Dirigent: Jochen Lorenz).

Und DANKE

Pfarrer Thomas Lehr nutzte die Gelegenheit, sich öffentlich bei allen Gruppen und Vereinen sowie Vertretern von Politik und Gesellschaft für das langjährige gute Miteinander zu bedanken: "Wenn Gemeinde und Pfarrer es wagen, über ein rein dienstliches Verhältnis hinausgehend in Beziehung zu treten (wie der Theologe Karl Barth zu sagen pflegte 'Ein Pfarrer muss seine Gemeinde lieben - und umgekehrt'), dann ist eine solche Beziehung sicherlich verletzlicher, aber auch viel lebendiger." Pfarrer Lehr schloss den Kreis zu seiner Predigt: „Unser Leben ist kein Zufall, sondern wertvoll und von Gott geliebt.“

Carsten Heß, Pfarrer/Öffentlichkeitsreferent


Suche

November 22 - November 22

Keine Einträge gefunden

Jemand fragt mich, was ich denn mache, wenn es so richtig schwierig im eigenen Leben ist

Und auch wenn der Beruf mich an meine Grenzen führt und ich die ganze Ohnmacht spüre. Beim Tod eines Jugendlichen. Oder unheilbarer Krankheit eines Menschen, der mitten im Leben steht. Ich antworte:...mehr

 
Weitere Beiträge aus der Rubrik "An(ge)dacht"...

Losungen

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Mittwoch, 22. November 2017:
Losungstext:
Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!
Psalm 28,9
Lehrtext:
Jesus spricht: Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
Johannes 10,16