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19.03.2017 4 days

Evangelischer Kirchenkreis An Nahe und Glan - Synode entscheidet sich für Hauptamt


Vizepräses Christoph Pistorius hält die Andacht

Verabschiedung von Landeskirchenrätin Antje Hieronimus (rechts – mit im Bild: Heike Eissing (links) und Synodalassessorin Astrid Peekhaus (Mitte)

Pfarrer Anacker moderiert

Synodale bei der Abstimmung

Bad Kreuznach, 18. März 2017. Zukünftig wird der Kirchenkreis An Nahe und Glan von einer hauptamtlichen Superintendentin oder einem hauptamtlichen Superintendenten geleitet.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises An Nahe und Glan traf sich für diese Entscheidung zu einer Sondersynode im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bad Kreuznach. Eröffnet wurde die Sitzung mit einer Andacht, die der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, hielt. Er ist seit Anfang des Jahres der Kirchenkreisbegleiter des Landeskirchenamtes. Christoph Pistorius erläuterte ausgehend von der Geschichte der Konstantinbasilika in Trier, an der er mehrere Jahre als Pfarrer tätig war, dass Menschen oft aus dem Blick verlieren, was bleibt und was sie im Leben und Sterben trägt. Er erinnerte an das Wort Jesu: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ In der Andacht gedachte er auch des verstorbenen Superintendenten Marcus Harke und daran, dass dieses Jesuswort auch dessen Familie gelte.

Im Anschluss bedankte sich die Synodalassessorin Astrid Peekhaus bei Landeskirchenrätin Antje Hieronimus, die die Begleitung des Kirchenkreises zuvor verantwortet hatte.

Dann wurden Sachfragen zum Thema erörtert. Nach einer sachlichen Einführung und der Gegenüberstellung des Haupt-und des Nebenamtes, konnten Fragen zum Wahlverfahren erläutert werden. In einer offenen Diskussionsrunde tauschten die Stimmberechtigten ihre Gedanken zum Thema aus. Besonders die Frage, ob eine Superintendentin / ein Superintendent an eine Kirchengemeinde dienstlich angebunden sein muss, wurde mehrmals zur Sprache gebracht.

Die Belastungen der Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchengemeinden und die damit verbunden Aufgaben sind in den letzten Jahren immer mehr gewachsen und schwieriger geworden. Die Aufgabenbereiche sind nicht in jedem Fall klar zu trennen und erfordern die volle Konzentration sowohl in der Gemeinde als auch im Kirchenkreis. Beides unter einen Hut zu bringen wird immer schwieriger. Außerdem dürfte es nicht einfach sein, eine notwendige Entlastungspfarrstelle überhaupt zu besetzen.

Die anschließende Abstimmung brachte dann die notwendige Zweidrittelmehrheit für das Hauptamt. Jetzt wird die Einrichtung der neuen kreiskirchlichen Pfarrstelle bei der Landeskirche beantrag. Nach der Genehmigung kann dann bundesweit ausgeschrieben werden. Nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland können sich dann bewerben, bevor die Kreissynode während ihrer Herbstsitzung im November diesen Jahres den Nachfolger von Marcus Harke wählen wird.

Quelle/Fotos: Evang. Kirchenkreis An Nahe und Glan – P. Dietz


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