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05.05.2017 201 days

„Carmina Burana“ – Kreiskantor Roland Lißmann stellt gemeinsam mit Jochen Lorenz (Leitung Symphonisches Blasorchester Obere Nahe), Kulturreferentin Annette Strohm und Oberbürgermeister Frank Frühauf das Herzensprojekt vor.


Vertreter stellen das gemeinsame Projekt "Carmina Burana" vor;

Oberbürgermeister Frank Frühauf mit den musikalischen und künstlerischen Leitern Roland Lißmann und Jochen Lorenz;

Roland Lißmann (Kreiskantor) und Jochen Lorenz (Symphonisches Blasorchester Obere Nahe) freuen sich gemeinsam über eine tolle Zusammenarbeit

Idar-Oberstein. Am Ort der Aufführung, in der Messehalle Idar-Oberstein, wo am 10. und 11. Juni Carl Orffs Meisterwerk „Carmina Burana“ aufgeführt wird, informieren die Vertreter des gemeinsamen Projektes in einer Pressekonferenz. Bislang sind etwa 900 Karten verkauft, „1.600 Besucher wären eine tolle Sache“ sagt Oberbürgermeister Frank Frühauf während der Konferenz.

Die musikalischen und künstlerischen Leiter Roland Lißmann und Jochen Lorenz geben Einblicke in die Umsetzung der Werke, welche am zweiten Juniwochenende geplant sind. Starten wird der erste Teil des Abends mit „Last World Standing“, des amerikanischen Komponisten Stephen Melillo. Lorenz beschreibt das Stück als eine Vision der Gegenwart. Für die Umsetzung eines multimedialen Genusses aus Blasorchester, SängerInnen und TänzerInnen, nutzt Lorenz 333 Bilder, welche zum Rhythmus der Musik an eine Wand projiziert werden, um Gedanken und Ängste von Kindern widerzuspiegeln. Interessant ist auch, dass die Bilder selbst aus einer Zusammenarbeit mit dem Göttenbach-Gymnasium heraus entstanden sind. Für die geplanten Tanzszenen suchen die Veranstalter weiterhin noch regionale Kooperationspartner, beispielsweise aus Vereinen und Schulen.

Im darauffolgenden Teil wird den Besuchern eine Zusammenarbeit der Kantoreien Obere Nahe und Idar-Oberstein, unter der musikalischen Leitung von Kreiskantor Roland Lißmann geboten – gemeinsam mit bekannten Gaststars werden die SängerInnen das Meisterwerk Carl Orffs, „Carmina Burana“ präsentieren. Für die Gastauftritte konnten die bekannten Gesichter Carmela Konrad, eine Schweizer Sopranistin, Bariton Matthias Horn, sowie die Tenöre Thomas Nauwartat-Schultze – für Samstag - und Joaquín Asiáin - für Sonntag – gewonnen werden.

Die Schweizer Sopranistin Carmela Konrad war auch diejenige, die ausgewählt wurde, um mit der Bayerischen Philharmonie an Carl Orffs Ruhestätte, dem Kloster Andechs, die „Carmina“ aufzuführen.

Der international, besonders für zeitgenössische Musik, gefragte Bariton Matthias Horn hat mit seiner virtuosen Stimmführung und -gestaltung das Vermögen und das Timbre, die wandlungsreichen Facetten der Orffschen Dramatik bei der „Carmina Burana“ in allen Schattierungen seines Stimmfachs zu zeigen.

Joaquín Asiáin ist der Spezialist für die Rolle des Schwans in der Carmina Burana. Er singt diese Rolle mit Mimik und Gestik sowie imponierenden Höhen. Er sang die Rolle des Schwans mehr als 200 Mal u. a. in Madrid, Köln, Stuttgart, Graz, Palma de Mallorca, Innsbruck, Frankfurt, Bilbao, Zürich, Monterrey, Salzburg, Hamburg, Mexiko D.F, Berlin.

Die Partie des Schwans in „Carmina Burana“ ist von besonderer Bedeutung. Carl Orff hat eine sehr hohe Arie für Tenor in einer außergewöhnlich heiklen Stimmlage komponiert. 

Die „Carmina Burana“ von Carl Orff übersetzt in genialer Weise die Texte der mittelalterlichen Liedersammlung über das menschliche Glück und Unglück in Leben und Liebe in eine unerreichte musikalische Sprache des 20. Jahrhunderts.

Die Erfolgsgeschichte des, in diesem Jahr achtzigjährigen monumentalen Chor – und Orchesterwerkes, ist daran zu erkennen, dass die „Carmina Burana“ trotz Aufführungsverbot nach der Premiere in Frankfurt 1937, das meistgespielte Werk neben dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, dem populärsten Oratorium der Barockzeit, ist. Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Orff die ausführenden Solisten, den Chor und das Orchester vor große technische Herausforderungen stellt.  Carl Orff führt die Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger mit seinen eigenen Melodieschöpfungen, rhythmisch komplexen Strukturen und ausdrucksstarken Soli an die Grenze ihres musikalischen Vermögens.

Bei den Konzerten in Idar-Oberstein wird auf eine ursprüngliche Idee von Carl Orff zurückgegriffen, bei der er in den Vorplanungen zu seiner Komposition als instrumentalen Klangkörper ein Blasorchester vorgesehen hat. Die der Aufführungen zugrunde liegende Fassung für Symphonisches Blasorchester, Solisten und Chor, wurde demzufolge von Orff auch autorisiert.

Die beiden Kantoreien Obere Nahe und Idar-Oberstein haben mit der Öffnung für Sängerinnen und Sänger unserer Region die chorsymphonische Grundlage zur vokalen Darstellung der „Carmina Burana“ geschaffen. Somit ist die Erstaufführung dieses Werkes in der Fassung für großes Symphonisches Blasorchester, Solisten und Chor in unserer Region auch auf eine reiche Beteiligung regionaler Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten gestellt.

 

Karten für die Veranstaltung gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de 

Quelle: Kirchenkreis Obere Nahe, B. Lapp


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