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10.02.2017 306 days

Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zieht Bilanz


Werner Barthel (links) und Gerold Lofi (rechts) bei der Arbeit.

Das Engagement für Demokratie und Toleranz ist wichtiger denn je. In Deutschland, der Welt und auch im Landkreis Kusel. Seit 2015 ist das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unter Trägerschaft der Kreisverwaltung und unterm dem Titel „Partnerschaft für Demokratie Kusel“ im Kreis aktiv – gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. 

„17 Projekte konnten 2016 realisiert werden und haben eine Förderung von insgesamt 22.000 Euro aus Berlin bekommen“, erläutert Werner Barthel von der Kreisjugendpflege Kusel. Er begleitet das Bundesprogramm federführend, kümmert sich unter anderem um die finanzielle Abwicklung und hält Kontakt mit der zuständigen Bundesbehörde. Ergänzt wird er von Gerold Lofi vom Jugendreferat des Kirchenkreis Obere Nahe, der die Fach- und Koordinierungsstelle für das Bundesprogramm im Landkreis Kusel leitet. 

Für Beide ist die Prävention gegen demokratiefeindliche Meinungen integraler Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen. „Wir müssen im Kleinen anfangen Dinge zu verändern,“ findet Lofi und meint damit das Erstarken rechtspopulistischer Gruppierungen und Meinungen, die sich in ganz Europa ausweiten und die sich nach seiner Ansicht weiter verschärfen werden. Unter den 2016 finanzierten Projekten finden sich neben vier Gedenkstättenseminaren in Buchenwald und dem Elsass, unter anderem ein Sozialkompetenztraining an der Grundschule Kusel, ein multikulturelles Fußballturnier des VFL Etschberg und einen Präventionstag in Wolfstein. 

„Welche Projekte den Zuschlag vom Bundesprogramm erhalten, darüber entscheidet unser Begleitausschuss,“ erklärt Barthel. Dieser trifft sich viermal im Jahr und besteht aus Vertretern von Politik, Verwaltung und Schulen, aus Bürgern, Vereinen und Verbänden der außerschulischen Jugendarbeit. „Hinzukommen zwei Jugendliche, die beim Jugendfonds Kusel mitmachen,“ ergänzt Lofi und erklärt weiter, dass der Jugendfonds ein Zusammenschluss von Jugendlichen aus dem ganzen Landkreis sei, der eigene Projekte und Vorhaben plant und durchzuführt. Für ihre Arbeit erhält der Fonds 5.000 Euro aus dem Bundesprogramm und nochmal 1.000 Euro vom Landkreis. Über die Verwendung des Geldes können die Jugendlichen, die vom Kreisjugendring Kusel fachlich unterstützt werden, eigenständig entscheiden. 

Auch wenn Barthel und Lofi positiv und zufrieden auf das Jahr 2016 zurückblicken, für die beiden Pädagogen ist das kein Grund sich zurück zu lehnen. „Wir wollen mehr Vereine und bisher noch nicht so aktive Träger gewinnen,“ sagt Barthel. Auch der Südkreis sei bisher noch nicht so stark vertreten mit Trägern und Projekten. „Hier wollen und müssen wir aktiver werden. Wir hoffen auf neue Träger und Projekte,“ fügt Lofi hinzu. Interessierte Vereine, Verbände und sonstige potentielle Träger könnten sich jederzeit bei ihm unter +49(0)6788.1289 melden. 

Für 2017 hat der Begleitausschuss bisher 7 Projekte bewilligt. Anträge sind ganzjährig zu den jeweiligen Fristen möglich. Nächste Antragsfrist ist der 6. März 2017. Bis dahin müssen die Anträge bei Gerold Lofi von der Fach- und Koordinierungsstelle eingegangen sein. Die Unterlagen für den Antrag gibt es unter www.toleranter-kreis-kusel.de.

Quelle: Kirchenkreis Obere Nahe, Jugendreferat


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