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19.03.2017 1 year

Über (Un) Sinn von Beschlüssen


Idar-Oberstein, 19. März 2017. Der Beschluss des Kreissynodalvorstandes vom 22. Februar zur Neubesetzung pfarramtlicher Verbindungen verunsicherte einige Gemeindemitglieder des Kirchenkreises Obere Nahe. Diese Verunsicherung nahm der Kirchenkreis nun zum Anlass, um in einer öffentlichen Stellungnahme Einblicke in die Hintergründe für den oben genannten Beschluss zu gewähren.

Der vom KSV getroffene Beschluss zu pfarramtlichen Verbindungen bei Neubesetzung besagt, dass bei Neubesetzungen von Pfarrstellen keine pfarramtlichen Verbindungen mehr zulässig sind, es sei denn, dass dies im Einzelfall für eine befristete und begründete Übergangszeit sinnvoll erscheint.

Über viele Jahre hinweg waren pfarramtliche Verbindungen im Kirchenkreis Obere Nahe die übliche und alltägliche Praxis. Doch hinsichtlich der gesellschaftlichen und kirchlichen Dynamik und Entwicklung kam der KSV zu der Erkenntnis, dass es vor der Freigabe einer Pfarrstelle notwendig sei, deren Profil inhaltlich so zu erarbeiten, dass Pfarrpersonen den Dienst als Seelsorger in einer klaren und straffen Organisationsstruktur sowie mit einem möglichst geringen Aufwand an Verwaltungsarbeit leisten können.

Pfarramtliche Verbindungen belasten den Dienst von Pfarrpersonen mit einem übermäßigen Aufwand an Zeit und Kraft, welcher von den eigentlichen Aufgaben des Pfarrdienstes abhält- so Jutta Walber. Darüber hinaus wird es immer schwieriger für Pfarrpersonen gleichzeitig den Erwartungen vieler Presbyterien, gerecht zu werden. Auch die von der Landessynode beschlossene Einführung einer „Vereinbarungskultur“ zwischen Presbyterium und Pfarrpersonen ist mit einer größeren Anzahl an Presbyterien unterschiedlichster Interessen schwer zu verwirklichen – so die Superintendentin weiter.

Grundsätzlich setzte sich der Kreissynodalvorstand intensiv mit der Frage auseinander, wie zukünftig Pfarrstellen besetzt werden sollen.

Abschließend noch einige klärende Worte von Superintendentin Jutta Walber, zum Verständnis des Beschlusses. Der Beschluss des KSV besagt nicht, dass Gemeinden mit bestehenden pfarramtlichen Verbindungen, in denen Pfarrpersonen aktuell Dienst tun, sofort fusionieren sollen.

Daneben besagt er auch nicht, dass Gemeinden, die zur pfarramtlichen Versorgung einer bereits bestehenden Pfarrstelle in einer anderen Gemeinde zugeordnet werden bedingungslos fusioniert werden.

Der Beschluss besagt vordergründig vor allem, dass vor der Freigabe einer Pfarrstelle bestehende pfarramtliche Verbindung überprüft werden müssen und ggf. eine Fusion dieser Gemeinden angestrebt werden soll - vorausgesetzt die geprüfte Verbindung ist zukunftsweisend.

Im Vorfeld einer Neubesetzung von Pfarrstellen müssen die an der Ausschreibung beteiligten Gemeinden fusionieren und ein gemeinsames Gemeindekonzept erarbeiten, um die Zuordnung zu nur einem Leitungsorgan zu gewährleisten.

Daraus ergibt sich, dass alle Fragen wie die Anzahl der sonntäglichen Gottesdienste, Predigtstätten, Konfirmandenkonzeption u. Ä. im Vorfeld erarbeitet und festgehalten werden müssen, damit für die Pfarrperson klar ersichtlich und einschätzbar ist, worauf sie sich bei einer Übernahme dieser Stelle einlassen wird.

So liegt der Sinn des KSV-Beschlusses darin, dass dieser im Zusammenhang des Gesamtkonzepts, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Pfarrpersonen steht.

 

Quelle: Kirchenkreis Obere Nahe


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